"Alle Optionen auf dem Tisch": US-Regierung schließt Militärschlag gegen Nordkorea nicht aus

Veröffentlicht: Aktualisiert:
PENCE
Mike Pence in Südkorea | Kim Hong-Ji / Reuters
Drucken
  • Die US-Regierung schließt im Konflikt mit Nordkorea auch einen Militärschlag nicht aus
  • US-Vizepräsident Mike Pence besucht am Montag Südkorea

Die Regierung der Vereinigten Staaten will ein militärisches Vorgehen gegen Nordkorea nicht ausschließen. Der Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster sagte bei einem Besuch in Afghanistan, dass "alle Optionen auf dem Tisch" seien, wenn es um die Bedrohung durch das kommunistische Land gehe. Er sagte, die Situation auf der koreanischen Halbinsel erreiche gerade einen krisenähnlichen Höhepunkt.

Am Freitag hatten der Sender CNBC berichtet, dass die US-Regierung einen Präventivschlag in Erwägung ziehe, um einen Atomtest in Nordkorea zu verhindern. Später dementierte Washington den Bericht.

Ein Muster aus Provokation und Destabilisierung

Statt einer Atombombe testete die nordkoreanische Regierung eine Rakete. Am Sonntag hatte das nordkoreanische Militär einen Flugkörper von der Ostküste nahe der Hafenstadt Sinpo abgeschossen. Nach Angaben des südkoreanischen und des amerikanischen Militärs scheiterte der Test allerdings.

McMaster sagte, dass der Versuch "in das Muster aus Provokation und Destabilisierung von Seiten des nordkoreanischen Regimes" passe.

Vizepräsident zu Besuch in Südkorea

Am Montagmorgen hat zudem US-Vizepräsident Mike Pence einen ehemaligen UN-Militärstützpunkt in der Nähe der Grenze von Süd- und Nordkorea besucht.

Das teilte das Weiße Haus mit. Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder.

Später am Montag wird Pence auf den kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn, treffen. Dabei wird voraussichtlich die von Nordkorea ausgehende wachsende nukleare Bedrohung im Mittelpunkt stehen.

Der US-Vizepräsident will vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm die Solidarität der USA mit dem südkoreanischen Verbündeten bekunden.

Auch auf HuffPost:

Historiker David Engels: "Wir haben keine Chance, einen Bürgerkrieg zu vermeiden"

(ll)

Korrektur anregen