Wehrbeauftragter der Bundeswehr hält Superbombe für überflüssig und kritisiert Trump

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  • Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr kritisiert US-Präsident Trump
  • Er wünscht sich einen engere Abstimmung im Kampf gegen den IS
  • Eine Superbombe nach US-Vorbild nennt er "überflüssig"
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), hat US-Präsident Donald Trump für sein Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kritisiert. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag sagte er: "Ich weiß nicht, welche Strategie Trump gerade verfolgt. Gut wäre, sich jedenfalls in Afghanistan mit den Nato-Verbündeten eng abzustimmen.“

Die USA hatten am Donnerstag ihre größte konventionelle Bombe über eine IS-Stellung in Afghanistan abgeworfen.

Superbombe sei "überflüssig"

Für die Bundeswehr hält Bartels solche Bomben für überflüssig. "Die Ausrüstungsprobleme der Bundeswehr werden sicher nicht durch einige Superbomben gelöst.“ Die Truppe habe viel grundlegenderen Nachholbedarf. "Da fehlt es der Luftwaffe momentan an viel grundsätzlicheren Fähigkeiten, von Lufttransport bis Präzisionsbewaffnung“, sagte Bartels.

Bei dem US-Luftschlag wurden offenbar mehr Menschen getötet als zunächst bekannt. Nach Angaben lokaler Behörden starben mindestens 94 IS-Kämpfer. Darunter seien vier Kommandeure der sunnitischen Extremisten gewesen, wie die Regionalregierung der Provinz Nangarhar am Samstag mitteilte. Die Region gilt als Geburtsstätte des IS in Afghanistan.

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(ujo)