Ostern: Das ist die wahre Bedeutung hinter dem Wort

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EASTER BUNNY
Warum heißt Ostern eigentlich Ostern? | ASSOCIATED PRESS
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Eier im Garten von der Oma suchen, Lamm essen, das Haus mit Osterhasen dekorieren, endlich wieder Süßigkeiten futtern: All das ist Ostern. Und alles nur, weil die Christen die Jesus Auferstehung feiern. Aber was steckt eigentlich hinter dem Wort "Ostern"?

"Ostern" könnte sich vom althochdeutschen “Ostara” oder “Eostre” herleiten, dem Namen der heidnischen Fruchtbarkeitsgöttin, derer zu Ehren das heidnische Frühlingsfest gefeiert wurde.

Eine zweite Erklärung führt “Ostern” auf “Osten” zurück. Denn im Osten geht die Sonne auf - der Sonnenaufgang als Symbol für die Auferstehung Jesu.

Eine andere Erläuterung legt den Fokus auf die Taufe, das zentrale Ereignis in der Osternacht. Demnach würde Ostern zu einer nordgermanischen Wortfamilie passen: “ausa” für “Wasser gießen” und “austr-” für “begießen”.

Im Christentum wird die Osterwoche zudem als “albae paschales” bezeichnet. “Albae” ist der Plural von “alba” für “Morgenröte” - was auf Altdeutsch mit dem Wort “eostarum” übersetzt wird.

Erklärungsversuche für die Wortherkunft gibt es viele - endgültig geschichtlich gesichert ist keine davon. Aber wie steht es um die ganzen Oster-Bräuche?

Was hat das Ganze mit Eiern zu tun?

Eier stehen in vielen Kulturen als Symbol für das Leben. Außen harte Schale, innen weicher Kern in dem ein Küken heranwächst, das irgendwann die Schale sprengt - ein Sinnbild für Auferstehung und Frühlingserwachen in einem.

Im Judentum sind Eier Teil des Festmahls am Pessach-Fest. Das feiern Juden traditionell in Gendenken an ihre Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei.

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Warum kochen und malen wir sie an?

Während der Fastenzeit vor Ostern war es früher nicht nur verboten, Fleisch zu essen, sondern auch Eier. Das interessierte die Hühner allerdings wenig. Die legten ihre Eier munter weiter.

Damit die ganzen Eier nicht verderben, kochte man sie. Und um sie von den rohen Eiern zu unterscheiden, wurden sie angemalt. Meistens in Rot, als Symbol für das Leiden und Blut von Jesus.

Und warum werden die Eier dann versteckt?

Ganz gesichert sind die geschichtlichen Hintergründe dazu nicht, aber am wahrscheinlichsten ist der Zusammenhang mit dem heidnischen Frühlingsfest. Dazu schenkten sich die Menschen gefärbte und verzierte Eier.

Später haben allerdings christliche Bischöfe diese Tradition verboten. Also beschlossen die Menschen kurzerhand, die Eier einfach zu verstecken, um sie so weiterhin Freunden und Familie schenken zu können.

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Was hat eigentlich der Osterhase damit zu tun?

Hasen sind bekannt dafür, besonders viel Nachwuchs zu bekommen. Ein Zeichen für Fruchtbarkeit, Leben und Wiedergeburt. Außerdem war der Hase auch Symbol der heidnischen Fruchtbarkeitsgöttin Eostre, zu deren Ehren das Frühlingsfest gefeiert wurde.

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Und warum gibt es an Ostern Lamm zu essen?

Das hat ausnahmsweise nichts mit den Heiden zu tun, sondern kommt vom Pessach-Fest der Juden. Als Zeichen der Dankbarkeit wird dazu Gott ein Lamm geopfert. Auch Jesus soll sich beim letzten Abendmahl selbst als das “Lamm Gottes” bezeichnet haben.

Na dann bleibt wohl nur noch zu sagen: FROHE OSTERN!

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