Als der werdende Vater hört, wie seine Frau das Baby nennen will, will er nur noch die Scheidung

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DAD BABY
Als der werdende Vater hört, wie seine Frau das Baby nennen will, will er nur noch die Scheidung. | Sally Anscombe via Getty Images
Drucken

Natürlich ist es schwer, einen passenden Namen für sein Kind auszusuchen.

Aber dieser werdende Vater verleiht der Suche nach einem geeigneten Namen eine ganze neue Dimension. Er schrieb einen Leserbrief an das amerikanische Online-Magazin "Slate", in dem er Rat suchte, weil er sich wegen der Namenssuche mit seiner Frau gestritten habe - und zwar so sehr, dass er eine Scheidung in Erwägung ziehe.

"Ihre Ideen waren Müll"

Der werdende Vater berichtet darin: "Meine Ehefrau und ich freuten uns, als wir hörten, dass wir eine Tochter erwarten. Also haben wir letzte Woche entschieden, einen Namen für sie zu finden. Wir haben uns drei Tage Vorbereitung gegeben, um uns dann gegenseitig unsere Ideen vorzustellen."

Während er allerdings eine aufwändige Präsentation vorbereitet habe - mit ausführlichen Begründungen, warum er "diese schönen Namen aus Kunst und Literatur" ausgewählt habe -, habe seine Frau nur ein paar Namen auf die Rückseite einer Einkaufsliste gekritzelt.

"Auch ihre Ideen waren Müll", schreibt er. "Falsch geschriebene Namen wie Lauryn oder Bethonie oder die von Präsidenten aus dem 18. Jahrhundert wie Taylor oder Madison. Ich war wirklich enttäuscht, dass meine Frau etwas so Wichtiges nicht Ernst genommen hat."

Er hinterfragt jetzt die ganze Beziehung

Nun hinterfrage er die ganze Beziehung und wisse nicht, ob er überhaupt ein Kind mit ihr aufziehen wolle. Aber dass es dafür jetzt ein bisschen zu spät ist, hat er selbst schon bemerkt: "Ich kann sie jetzt nicht verlassen, weil ich mich dem Kind verpflichtet fühle - aber wie können meine Frau und ich diese Gefahr für unsere Beziehung überwinden?"

Denn seine Frau wolle nicht einsehen, dass sie falsch gehandelt hätte.

"Das ist das dämlichste Luxusproblem, von dem ich je gehört habe"

Wie erwartet lacht nach der Veröffentlichung des Briefes nun das ganze Internet über ihn.

"Das ist das dämlichste Luxusproblem, von dem ich je gehört habe. 'Meine Frau hat keine Power Point für die Babynamen gemacht. Sollen wir uns scheiden lassen?'"

Außerdem wird über die Zukunft des Paares spekuliert:

"Dieses Paar wird hundertprozentig geschieden sein, bevor das Kind in den Kindergarten kommt."

Jedoch gibt es auch Internetnutzer, die sich auf die Seite des Mannes schlagen:

"Obwohl der Ehemann ganz offensichtlich ein Idiot ist, bin ich seiner Meinung, dass Bethonie als Babyname ein Scheidungsgrund ist."

"Bethonie? Lauf, Mann, lauf!"

"Das ist kein Hinweis, dass Ihre Ehefrau eine schlechte Mutter sein wird"

Immerhin antwortete Autorin Mallory Ortberg für "Slate" auf den Brief ganz professionell und nachvollziehbar: "Die meisten Eltern machen keine Präsentationen, um ihre Namensideen vorzustellen. Das ist kein Hinweis, dass Ihre Ehefrau eine schlechte Mutter sein wird." Sie schlägt ihm stattdessen vor, sich bei seiner Frau wegen seiner Überreaktion zu entschuldigen und nochmal in Ruhe zusammen zu brainstormen.

Tja, darauf hätte man mit gesundem Menschenverstand auch selbst kommen können.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(jg)

Korrektur anregen