Nordkorea droht den USA: "Wir werden einen Atomkrieg mit einem Atomschlag beantworten"

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  • Nordkorea droht, das Land werde einen Angriff der USA mit den gleichen Mitteln vergelten
  • An diesem Samstag begeht Nordkorea seinen höchsten Feiertag
  • Beobachter fürchten, Diktator Kim Jong Un könne einen erneuten Atomtest angeordnet haben
  • Im Video oben erklären wir das Thema in 60 Sekunden

Im Stadtzentrum der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hat eine Militärparade anlässlich des 105. Geburtstags von Staatsgründer Kim Il Sung begonnen. Laut Live-Aufnahmen des nordkoreanischen Staatsfernsehens nehmen Tausende Soldaten und Militärfahrzeuge an der Parade Teil, begleitet von Marschmusik und einem applaudierenden Publikum. Auch Staatsoberhaupt Kim Jong-Un wohnt der Militärparade bei.

Zuletzt wurde befürchtet, dass das kommunistische Regime an diesem höchsten Feiertag des Landes einen weiteren Atomwaffentest unternehmen könnte - während US-Kriegsschiffe auf die koreanische Halbinsel zusteuern. Oft nimmt die Führung die Geburtstage Kim Il Sungs oder andere Feiertage zum Anlass, militärische Stärke zu demonstrieren.

"Wir werden einen totalen Krieg mit dem totalen Krieg beantworten"

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sagte ein ranghoher Mitarbeiter der Regierung, das Land sei bereit, sich gegen jede Bedrohung aus den USA zu wehren. Choe Ryong Hae, den manche für den zweitmächtigsten Mann Nordkoreas halten, sagte am Samstag, die Regierung unter US-Präsident Donald Trump "schafft eine Kriegssituation" auf der koreanischen Halbinsel, in dem er Militärverbände in die Region verlege.

"Wir werden einen totalen Krieg mit einem totalen Krieg beantworten und einen Atomkrieg mit unserer Variante eines Atomangriffs", sagte Choe während der Parade.

Am Freitag hatte ein US-Nachrichtensender berichtet, die USA würden einen Präventivschlag gegen Nordkorea erwägen. Regierungsmitarbeiter hatten das als Spekulation zurückgewiesen, aber auch nicht ausdrücklich dementiert.

"Tag der Sonne"

Kim Il Sungs Geburtstag wird als "Tag der Sonne" bezeichnet. Der frühere nordkoreanische Staatschef ist auch 23 Jahre nach seinem Tod im Alltag der Nordkoreaner allgegenwärtig. Um den "ewigen Präsidenten" und als Staatsgründer verehrten Kim wie um seinen Sohn Kim Jong Il sowie seinen Enkel und jetzigen Machthaber Kim Jong Un wird ein intensiver Personenkult betrieben.

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(ujo)