Schulz-Effekt verpufft: Außenminister Gabriel ist jetzt beliebter als der neue SPD-Chef

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  • SPD-Chef Schulz' Beliebtheitswerte fallen
  • Merkel überholt Schulz wieder im ARD-Deutschlandtrend
  • Sogar SPD-Außenminister Gabriel ist nun beliebter als Schulz

Der Schulz-Effekt scheint sich bereits abzunutzen. Nach dem neuen ARD-Deutschlandtrend von Infratest verliert der SPD-Vorsitzende Martin Schulz in der Gunst der Wähler. Die Beliebtheitswerte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dagegen steigen.

In der Direktwahlfrage liegt Merkel nun wieder vor Schulz: Wenn die Bürger den Kanzler direkt wählen könnten, würden sich 46 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden - 40 Prozent für ihren Herausforderer von der SPD.

Sogar Sigmar Gabriel überholt Schulz

Im Februar 2017, kurz nach der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten, gaben noch 50 Prozent der Deutschen an, dass sie ihn wählen würden. Nur 34 Prozent sagten das über Angela Merkel.

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Bei den Zustimmungswerten wird Schulz nun sogar von seinem Vorgänger als SPD-Chef, Sigmar Gabriel, überholt. Schulz verliert vier Prozentpunkte und kommt auf eine Zustimmung von 48 Prozent. Gabriel gewinnt in seiner Rolle als Außenminister weiter an Beliebtheit hinzu. 56 Prozent sind mit ihm zufrieden - ein sattes Plus von neun Prozentpunkten. Er ist damit der drittbeliebteste Politiker des Landes.

Schäuble bleibt der beliebteste Politiker

An der Spitze liegt weiterhin Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 68 Prozent Zustimmung - er gewann drei Prozentpunkte im Vergleich zum März 2017. Merkel legte um zwei Punkte zu. Sie kommt nun auf 62 Prozent Zustimmung und folgt Schäuble auf Platz zwei. Das ist ihr bester Wert seit Beginn der Flüchtlingskrise im Spätsommer 2015.

Merkels steigende Beliebtheitswerte spiegeln sich auch in den Ergebnissen der Union wieder. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, könnten CDU und CSU mit einem Ergebnis von 34 Prozent rechnen. Das sind zwei Punkte mehr als vor einem Monat. Die SPD bleibt unverändert bei 31 Prozent, die AfD würde mit 11 Prozent drittstärkste Kraft.

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(sk)

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