Neuer Eklat: Russland nimmt dieses Jahr nicht am ESC teil

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JULIA SAMOILOWA
Julia Samoilowa | dpa
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  • Russland schickt keinen Kandidaten zum Eurovision Song Contest
  • Auch das Staatsfernsehen wird ihn nicht übertragen

Russland wird keinen Sänger zum Eurovision Song Contest (ESC) in der Urkaine schicken und den Wettbewerb auch nicht im Staatsfernsehen übertragen. Das teilte der Sender Pervy Kanal am Donnerstag in Moskau mit.

Der Grund: Die russischen Sängerin und ESC-Kandidatin Julia Samoilowa war 2015 auf der Krim aufgetreten. Reisen auf die Halbinsel über Russland sind seit der Annexion aber von ukrainischer Seite verboten und werden mit einer mehrjährigen Einreisesperre geahndet. Kiew will auch für Samoilowa keine Ausnahme machen.

Einen anderen Kandidaten will Russland nicht schicken. "Diese Variante ist völlig inakzeptabel", hieß es in einer Mitteilung der Agentur Interfax zufolge. Die Diskriminierung Samoilowas verstoße gegen die Regeln und Prinzipien des Wettbewerbs.

"Es ist so albern, dass der ESC immer noch behauptet, unpolitisch zu sein", kritisierte daraufhin eine Userin auf Twitter.

Die ESC-Veranstalter hatten in einer Ausnahmeregelung eine Live-Zuschalte ihres Beitrags angeboten. Das wurde jedoch sowohl von Kiew als auch von Moskau abgelehnt.

Die Halbfinale des ESC finden am 9. und 11. Mai in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt, am 13. Mai folgt das Finale. Für Deutschland tritt die Sängerin Isabella Levina Lueen an.

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(bp)

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