Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann wird Berater beim Fahrdienst-Vermittler Uber

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KAI DIEKMANN
Kai Diekmann arbeitet als Berater für Uber | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Ex-"Bild"-Chef Diekmann wird Berater bei Uber
  • Diekmann soll zwischen den USA und Europa vermitteln
  • Auch Arianna Huffington, Gründerin und ehemalige Herausgeberin der Huffington Post, gehört zu Ubers Beraterstab

Kai Diekmann war lange das Gesicht der "Bild-Zeitung" - erst als Chefredakteur, dann als Herausgeber. Im Januar hatte er dem Axel-Springer-Verlag jedoch den Rücken gekehrt. Einen neuen Job hat Diekmann bislang nicht. Doch nun wurde bekannt: Er soll als Berater für den US-Fahrdienstleister Uber tätig sein, wie das Online-Magazin "t3n" berichtet.

Wie ein Sprecher von Uber dem Magazin auf Anfrage bestätigte, soll Diekmann Mitglied im "Polivy-Advisory-Board" von Uber sein. Er betonte, die Mitglieder des Gremiums betrieben keine Lobby-Arbeit, sondern stünden Uber als "interner Feedback-Kanal" für politische Fragestellungen zur Verfügung. Sie kämen einmal jährlich zu einer Sitzung in San Francisco zusammen.

Auch Arianna Huffington, Gründerin und ehemalige Herausgeberin der Huffington Post, gehört seit dem vergangenen Jahr zu Ubers Beraterstab. Dem ehemaligen Bild-Mann Diekmann soll in diesem die Aufgabe des kulturellen Vermittlers zwischen dem US-Dienstleister und Europa zukommen.

Häufige Tweets zu Uber

Dass Diekmann gerne Uber nutzt, verrät auch sein Twitter-Account. Dort zeigte er sich der öfteren begeistert von dem Unternehmen. “Und was ist der krönende Abschluss einer Dinner-Night-out-with-Myself in London??? Richtig, Uber!!! Wann gibt's das endlich auch bei uns?!“, twitterte Diekmann etwa.

Aber hat mit Kontroversen zu kämpfen

Uber geriet zuletzt in den Mittelpunkt mehrerer Kontroversen. Eine ehemalige Software-Entwicklerin beschrieb in einem Blogeintrag eine Unternehmenskultur, die von Frauen-Diskriminierung geprägt sei. Außerdem wirft die Google-Schwesterfirma Waymo Uber in einer Klage den Einsatz von Technologie für selbstfahrende Autos vor, die ein ehemaliger führender Mitarbeiter gestohlen habe. In Europa ist das Angebot des Taxikonkurrenten, bei dem die Vermittlung direkt zwischen Kunden und Fahrer stattfindet, teilweise oder ganz verboten worden.

Investoren, die ihr Geld in den mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewerteten Fahrdienst-Vermittler gesteckt haben, machen diese Turbulenzen genauso Sorgen wie die fortlaufenden Milliardenverluste. Es wird nun wohl auch Aufgabe Kai Diekmann sein, diese Sorgen auszuräumen.

mit Material von dpa

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(ame)

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