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14/04/2017 14:12 CEST

Chef des Philologenverbands: Eltern wollen mit Geschenken von Vernachlässigung ablenken

Frank and Helena via Getty Images
Kinder sollten nicht mit Geschenken überhäuft werden, warnt der Philologenverband

  • Der Philologenverband warnt, Kinder mit immer großzügigeren Geschenken zu überhäufen

  • Geschenke dürften nicht missbraucht werden, um von Vernachlässigung abzulenken

Der Vorsitzende des Philologenverbands warnt vor Ostern, Kinder mit immer großzügigeren Geschenken zu überhäufen. "Kinder dürfen und sollen sich freuen, aber die Konsumindustrie darf die Osterzeit nicht zu einem weiteren Geschenkgroßereignis hochpushen“, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der "Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Er beobachte mit Sorge, dass viele Eltern ihre Kinder nicht nur an Geburtstagen und Weihnachten, sondern auch zu anderen Gelegenheiten wie Ostern in einer Dimension beschenkten, die nicht mehr zu vertreten sei.

"Da geht es nicht mehr nur um zehn Euro für eine Eins, sondern um teure Kopfhörer, Handys, Spielkonsolen, Markenklamotten bis hin zu E-Bikes im Wert von 2000 Euro“, kritisierte Meidinger.

Ständige Schenkerei könne zu emotionaler Abstumpfung führen

Wenn Kinder fortwährend beschenkt oder auch dauernd und ohne besonderen Anlass gelobt würden, führe dies zu emotionaler Abstumpfung.

Der Verbandschef, der 90.000 Gymnasiallehrer vertritt, erklärte: "Ich werde den Verdacht nicht los, dass Geschenke bei manchen Eltern ein Versuch sind, von der Vernachlässigung der eigenen Kinder abzulenken.“

Mehr zum Thema: Ein Hirnforscher erklärt, was Kinder mehr als alles andere von ihren Eltern brauchen

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(sk)

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