Diese 30-Jährige ist schwanger - und möchte trotzdem weiter als Prostituierte arbeiten

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Für viele Schwangere ist es schwierig, die richtige Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Für diejenigen, die ihr Geld mit ihrem Körper verdienen, umso mehr.

Eine schwangere Prostituierte hat jetzt erklärt, wieso sie auch weiterhin Freier sehen wird - obwohl sie schon im zweiten Trimester der Schwangerschaft ist.

"Ich will damit ein Zeichen setzen. Und so die Rechte von Frauen unterstützen, die sich dazu entschieden haben, auch während der Schwangerschaft weiter als Prostituierte zu arbeiten", schreibt Summer Sebastian dazu in einem Blog.

Die 30-Jährige finanziert sich so ihr Studium

Die 30-Jährige hat erst kürzlich erfahren, dass sie und ihr Lebenspartner ein Kind erwarten - er ist ganze 40 Jahre älter als sie.

Sebastian ist, erst kurz bevor sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, von Florida nach Nevada gezogen. Um dort legal als Prostituierte in einem staatlich lizenzierten Bordell zu arbeiten.

Die Frau finanziert sich durch den Job ihren Master in forensischer Pathologie. Und hat beschlossen, dass sie ihren Traum nicht aufgeben wird und deswegen bis zur Geburt weiter als Prostituierte arbeiten will.

Durch die Schwangerschaftshormone hätte sie sogar noch mehr Lust auf Sex.

Sebastian möchte nicht, dass ihre Entscheidung isoliert und nur auf sie bezogen betrachtet wird. Sie will auch andere Frauen dazu ermutigen, nur nach dem eigenen Wohl zu handeln. Nicht nach dem gesellschaftlichen oder beruflichen Druck.

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Oft wird sie von ihren eigenen Kolleginnen verurteilt

"Wenn die Gesellschaft eh schon auf mich herunterschaut, weil ich als Prostituierte arbeite, dann könnt ihr euch sicher vorstellen, wie sie über eine Prostituierte denken, die auch noch schwanger ist."

"Oft verurteilen einen sogar die eigenen Kolleginnen. Aber ich habe mich noch nie davon beeinflussen lassen, was andere über mich denken."

Aktuell folgt sie dem Rat ihres Arztes, der grünes Licht für ihre Arbeit gegeben hat - solange sie sich selbst wohl fühlt dabei und verhütet.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post UK und wurde von Bettina Pohl aus dem Englischen übersetzt.

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(ujo)

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