POLITIK
13/04/2017 08:00 CEST

Ein Atomtest Nordkoreas scheint unmittelbar bevorzustehen - das könnte dramatische Folgen haben

John Hopkins University

  • Ein Atomwaffentest Nordkoreas scheint unmittelbar bevorzustehen

  • Das berichtet eine Gruppe amerikanischer Nordkorea-Experten

  • Ein Atomtest könnte die politische Lage in Asien eskalieren lassen

Ein Atomwaffentest Nordkoreas scheint unmittelbar bevorzustehen. Das berichtet das renommierte US-Korea-Institut der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität auf seiner Website "38 North".

Die Gruppe beruft sich auf kommerzielle Satellitenbilder des Testgeländes Punggye-ri im Nordosten Nordkoreas. Auf denen seien "andauernde Aktivitäten“ am Nordportal der Anlage zu sehen, zu dem "neue Aktivitäten“ im Hauptverwaltungsbereich und "einige Mitarbeiter“ am Kommandozentrum.

Ein erneuter Atomtest Nordkoreas könnte zu einer Eskalation der politischen Lage in Asien führen.

"Sehr viel riskanter als ein Raketenangriff gegen Syrien"

In den vergangenen Wochen haben die Spannungen zwischen dem isolierten kommunistischen Nordkorea und den USA zugenommen. Der Konflikt über eine atomare Bewaffnung Nordkoreas rückt zunehmend in den Fokus der Großmächte.

US-Präsident Donald Trump hatte den Flugzeugträger "USS Carl Vinson" auf dem Weg in die Region geschickt, um Druck auf das Regime auszuüben.

Mehr zum Thema: Wieso die jüngsten Entwicklungen in Nordkorea nicht nur den Südkoreanern Angst machen sollten

Unterdessen warnte China vor einem Militärschlag gegen das kommunistische Land. In einem Kommentar der "Global Times", die vom Parteiorgan "Volkszeitung" herausgegeben wird, hieß es am Donnerstag: "Militäraktionen gegen Nordkorea zu unternehmen, ist sehr viel riskanter als, einen Raketenangriff gegen Syrien zu starten."

China warnt vor "schwerer nuklearer Verseuchung"

"Wenn Pjöngjang einen verzweifelten Gegenschlag unternimmt, wird Washington in einem Dilemma gefangen", warnte das Blatt. Nordkorea könne Südkorea "einen schweren Schlag zu versetzen". Ungeachtet seiner atomaren Fähigkeiten könnte der Einsatz einer "schmutzigen Bombe" gegen Südkorea schwere nukleare Verseuchung verursachen, die für den Verbündeten der USA "unerträglich" sein werde.

Trump lobte China in Washington dafür, Schiffe mit Kohlelieferungen aus Nordkorea zurückgeschickt und damit eine Einnahmequelle gestoppt zu haben.

Dies sei ein "großer Schritt". Aber Trump betonte erneut, das Problem notfalls im Alleingang lösen zu wollen. Wenn China nicht helfe, "werden wir es alleine machen".

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