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Tillersons schwerer Gang nach Moskau - die 5 größten Konflikte zwischen den USA und Russland

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TILLERSON
US-Außenminister Rex Tillerson bei der Landung in Moskau | Alexander Shcherbak via Getty Images
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Schon die Anreise selbst hat nichts Gutes verheißen. Kurz bevor US-Außenminister Rex Tillerson auf dem Flughafen Vnukovo landen sollte, um mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, stieg auf einmal Rauch neben der Landebahn auf. Die Nachrichtenagenturen verschickten Eilmeldungen. Ein Terroranschlag? Ein Unfall?

Nein, der Grund für die Rauchfahne war profaner: Jemand hatte Laub und Müll verbrannt.

Heute wird auf den Außenminister ein Tag voller harter Verhandlung zukommen. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Hoffnungen auf einen Neuanfang, den US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, haben sich bislang nicht erfüllt.

Tillerson wird einen schweren Tag haben. Hier sind die fünf größten Konflikte zwischen Russland und den USA:

1. In Syrien prallen russische und amerikanische Interessen aufeinander

Seit 2011 herrscht Krieg in dem nahöstlichen Land, etwa 500.000 Menschen sind seitdem getötet worden. Russland unterstützt Staatschef Baschar al-Assad militärisch, die USA blieben unter dem zögernden Barack Obama außen vor. Doch nun hat Assad mutmaßlich erneut Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt. Trump hat deshalb einen syrischen Militärflughafen bombardieren lassen. Frieden ist nicht in Sicht, stattdessen droht der Konflikt der Großmächte zu eskalieren.

Mehr zum Thema: Wladimir Putin: Trump will Giftgasangriff auf Damaskus vortäuschen - und dann Assad die Schuld geben

2. Der Konflikt in der Ostukraine bleibt ungelöst

Russland sieht das Nachbarland als sein Einflussgebiet. Es hat ihm 2014 erst die Halbinsel Krim weggenommen, dann einen prorussischen Aufstand in der Ostukraine unterstützt. In dem Krieg am Rande Europas sind schon etwa 10.000 Menschen getötet worden. Die USA und die EU haben Sanktionen gegen Russland verhängt, die Moskau abschütteln möchte. Ohne mehr US-Engagement scheint der Konflikt nicht lösbar.

3. Die Hackerangriffe auf die Demokraten werden zur Belastung für Trump

Vor der Präsidentenwahl 2016 gab es rätselhafte Hackerangriffe gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton, russische Stellungnahmen, die sich für Trump aussprachen und merkwürdige Kontakte seines Teams nach Moskau. Wollte Russland Unruhe stiften, gar Trump zur Macht verhelfen?

Dies wird in Washington untersucht. Der Verdacht bereitet Trump Probleme, auch wenn Moskau die Vorwürfe zurückweist.

4. Die USA und Russland stehen vor einem neuen atomaren Rüstungswettlauf

Das System von Abrüstungsverträgen wankt. Ein Abkommen über die Vernichtung waffenfähigen Plutoniums hat Moskau aufgekündigt, weil Washington es nicht erfüllt. Auch der INF-Vertrag, der nukleare Kurz- und Mittelstreckenwaffen verbietet, könnte vor dem Aus stehen. Beide Seiten entwickeln neue Atomraketen.

5. Trump will im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un testet Raketen, greift nach der Atombombe. Bisher haben Verhandlungen keine Lösung gebracht. Russland und China plädieren für weitere Gespräche. Doch bei Trump scheint eine militärische Strafaktion nicht ausgeschlossen.

Trump hatte gestern auf Twitter angekündigt, dass er das Problem mit Nordkorea "alleine lösen" wird, wenn es notwendig sein sollte.

Mit Material der dpa

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(ll)