Im Dezember 2017 soll die erste menschliche Kopf-Transplantation durchgeführt werden

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Es klingt unglaublich: Der Russe Valery Spiridonov hat sich freiwillig für eine Kopftransplantation gemeldet. Die Operation will der umstrittene italienische Chirurg Sergio Canavero durchführen. Andere Mediziner sehen das Vorhaben sehr kritisch und warnen, dem Patienten drohe "Schlimmeres als der Tod".

Spiridonov leidet an der Werdnig-Hoffmann-Störung, einer unheilbaren Muskelschwund-Erkrankung. Die meisten Patienten mit dieser Krankheit erleben ihren 20. Geburtstag nicht - der 30-jährige Russe weiß, dass seine Tage gezählt sind.

Er glaubt, dass eine solche, bislang noch nie durchgeführte Operation seine einzige Chance auf eine Lebensverlängerung ist. Im Video oben stellen wir ihn vor.

"Irgendjemand muss der Erste sein"

Bereits im Juni 2013 hatte sich Spiridonov an den Chirurgen gewandt. Natürlich kenne er die Risiken, doch er könne leider nicht mehr abwarten, bis dieser hochkomplexe Eingriff bei anderen Menschen durchgeführt worden sei. Dazu werde er einfach nicht mehr lange genug leben, befürchtet er.

"Irgendjemand muss ja der Erste sein. Irgendjemand muss muss dahin gehen, wo zuvor noch niemand war. Der erste Astronaut hatte auch Angst, da bin ich mir sicher. Ich habe auch Angst, klar, aber ich begreife, dass es gemacht werden muss. Wenn es niemand versucht, wird es niemals passieren", sagte Spiridonov in einem Interview mit dem Onlinemedium "Motherboard".

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