"Keine Zweifel mehr": US-Geheimdienste wollen den Beweis haben, dass Assad für den Chemieangriff verantwortlich ist

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KHAN SYRIA
"Keine Zweifel mehr": US-Geheimdienste wollen den Beweis haben, dass Assad für den Chemieangriff verantwortlich ist | Anadolu Agency via Getty Images
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  • Mittschnitte von Gesprächen sollen Assads Verantwortung für den Giftgasangriff vom 4. April beweisen
  • Das berichtet CNN unter Berufung auf einen US-Beamten
  • Zudem soll das Regime derzeit versuchen, sein Chemiewaffen-Programm wieder aufzubauen

US-amerikanische Geheimdienste sollen Konversationen von syrischen Militär- und Chemiewaffen-Experten zur Vorbereitung des Angriffs in der Provinz Idlib abgehört haben. Das soll ein hoher Beamter dem Nachrichtensender CNN mitgeteilt haben.

Die Mitschnitte sollen während einer Überprüfung aller aufgezeichneten Nachrichtensignale in den Stunden nach der Attacke auf die Stadt Chan Scheichun aufgetaucht sein. Die Geheimdienste zeichnen große Mengen von Kommunikationssignalen aus dem Irak und Syrien auf, werten diese aber nur bei Bedarf und bei einem konkreten Vorfall aus.

"Keine Zweifel" an Assads Schuld

US-Beamte sagten, es gebe nun "keine Zweifel" mehr, dass der syrische Diktator Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich ist.

Nach Angaben von CNN gebe es keine Hinweise, dass russische Militärs oder Geheimdienste über die Attacke gesprochen hätten.

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Die US-Geheimdienste sind der Ansicht, dass das syrische Regime sein Giftgas-Progamm wiederbeleben will. So habe man eine Einheit von Chemiewaffen-Experten wieder zusammengestellt, die 2013 aufgelöst worden war. Damals hatte das Assad-Regime sich verpflichtet, seine Chemiewaffen zu vernichten.

Russland soll Chemiewaffen-Experten in Syrien haben

Zudem gebe es Hinweise, dass das Land bei diesem Vorhaben von Außen unterstütz werde. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump auf einer Pressekonferenz gesagt, dass das Pentagon untersuche, ob Russland das Assad-Regime bei dem Angriff unterstützt habe.

"Wir wissen, dass die Russen Chemie-Experten im Land haben. Wir können hier nicht über Offenheit und Komplizenschaft zwischen Russland und dem syrischen Regime reden - in diesem Fall. Aber wir untersuchen jede Information gründlich, die implizieren würde, dass die Russen von den syrischen Fähigkeiten wussten oder sie unterstützten", sagte der Beamte CNN.

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(ll)