Flug war überbucht - also griff United Airlines zu einer brutalen Maßnahme

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  • Ein Vorfall auf einem United-Airlines-Flugzeug macht Schlagzeilen
  • Sicherheitspersonal zerrte einen Passagier auf brutale Weise aus einem Flugzeug
  • Er sollte seinen Sitz für einen Mitarbeiter der Airline freigeben
  • Die erschreckenden Aufnahmen seht ihr im Video oben

Bilder von einem Flug der amerikanischen Fluglinie United Airlines entsetzen Kunden der Fluglinie. Sicherheitspersonal zerrte einen Mann brutal von seinem Sitz. Er schreit, als ginge es um sein Leben.

Eine Frau ruft immerzu "um Himmels Willen". Dann schleifen die Männer den Passagier an den Händen durch den Mittelgang des Flugzeugs. Mehrere Handy-Videos zeigen den Aufruhr vom Sonntag (Ortszeit) eindrücklich.

Wie verschiedene US-Medien, darunter die "Washington Post" berichten, war ein Flug der United Airlines von Chicago nach Louisville am Montagmorgen überbucht. Ein Mitarbeiter der Airline soll brüsk verkündet haben, dass noch vier United-Airlines-Angestellte mitfliegen müssten. Dafür müsste vier Passagiere ihren Sitz aufgeben.

Niemand wollte freiwillig aussteigen, auch nachdem die Fluglinie 800 US-Dollar als Ausgleich anbot. Also habe der Computer vier Fluggäste ausgewählt. Der Mann aber weigerte sich. Passagiere berichten, dass er sagte, er sei Arzt und werde von Patienten erwartet. Außerdem vermutete er, er sei ausgewählt worden, weil er Chinese sei.

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Die Sicherheitsleute ließen sich nicht aufhalten

Und so zerrte Sicherheitspersonal den Passagier mit eine Brutalität von seinem Sitz am Fenster, die sprachlos macht. Passagiere berichten, der Mann habe im Gesicht geblutet, habe gehinkt.

Andere Fluggäste rufen, das sei nicht richtig so, ob man denn nicht für die Airline-Mitarbeiter ein Auto mieten könne? Doch die Sicherheitsleute lassen sich nicht stoppen.

Kurz darauf rannte der offenbar verwirrte Passagier wieder in die Kabine, rief, "Ich muss nach Hause, ich muss nach Hause."

So reagierten die United Airlines

Die erste Reaktion der Airline auf die Gewalt war, gelinde gesagt, eine Frechheit. Sie lautete Medienberichten zufolge: "Flug 3411 von Chicago nach Louisville war überbucht. Unser Team hat nach Freiwilligen gesucht, ein Kunde weigerte sich, die Maschine freiwillig zu verlassen und Polizisten wurden zum Gate gebeten. Wir bitte für die Überbuchung um Entschuldigung."

Oscar Munoz, Chef von United Airlines, ließ später ein Statement verbreiten, in dem er schrieb, der Vorfall habe alle in der Fluggesellschaft erschüttert. Er bitte um Entschuldigung, dass Passagiere umgebucht werden mussten. Die Airline untersuche den Vorfall und wolle auch mit dem betroffenen Mann sprechen.

Das Entsetzen über die Gewalt ist groß. Nicht nur die großen, renommierten Medien in den USA berichten, die Geschichte verbreitet sich weltweit. Die für den Flugverkehr zuständige Behörde in Chicago teilte mit, das Sicherheitspersonal sei bis zur Klärung der Vorwürfe beurlaubt.

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(bp)