Trump-Sprecher Spicer vergleicht Assad mit Hitler – als er es erklären will, macht er alles nur schlimmer

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Trump-Sprecher Spicer vergleicht Assad mit Hitler – als er es erklären will, macht er alles nur schlimmer | Joshua Roberts / Reuters
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  • Trump-Sprecher Spicer hat den syrischen Diktator Assad mit Adolf Hitler verglichen
  • Hitler wäre nie so tief gesunken, wie Assad, sagte Spicer
  • Sein Versuche einer Erklärung machte alles nur schlimmer

Ob er da wieder rauskommt...?

Der Sprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, hat mit einem Satz über Adolf Hitler für Irritationen gesorgt. Er sagte während seiner täglichen Pressekonferenz am Dienstag, Russland müsse seine Unterstützung für den russischen Präsidenten Baschar al-Assad überdenken.

Er sagte : "Nicht einmal jemand so verabscheuungswürdiges wie Hitler ist so weit gesunken, chemische Waffen einzusetzen." Russland gerate immer schneller auf die "falsche Seite" der Geschichte.

Als Spicer aufgefordert wurde, die Äußerung zu Hitler näher zu erklären, sagte er: "Er (Hitler) hat Gas nicht auf dieselbe Art und Weise gegen sein eigenes Volk eingesetzt, wie es Assad tut. (...) Er hat es in die Holocaust-Zentren gebracht, das ist mir klar. Aber was ich zum Ausdruck bringen will, ist die Art, wie Assad es eingesetzt hat, indem er in die Städte geht und es über den Stadtzentren abwirft."

Mit dem Begriff "Holcaust-Zentren" meinte Spicer offensichtlich die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten.

Wütende Reaktionen auf Hitler-Aussage

Nach der Pressekonferenz war Spicer noch einmal bemüht, seine Worte klar zu stellen. "Ich habe in keiner Weise versucht, die Abscheulichkeit des Holocaustes zu schmälern", erklärte er.

Es sei ihm um eine Unterscheidung zu der Taktik gegangen, chemische Waffen über Bevölkerungszentren einzusetzen. "Jeder Angriff auf unschuldige Menschen ist verwerflich und unentschuldbar", fügte er hinzu.

Die jüdische Menschenrechtsorganisation Anne Frank Center veröffentlichte eine Erklärung, in der sie fordert, Spicer müsse entlassen werden. Er habe geleugnet, dass Hitler Millionen Juden vergast habe. Weiter heißt es: "Das war die schlimmste Beleidigung gegen eine Gruppe Menschen, die wir je von einem Pressesprecher des Weißen Hauses gehört haben."

Auch die Reaktion der Journalisten im Weißen Haus spricht Bände...

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(bp)

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