Was Feuerwehrmännern in Sachsen passiert ist, macht einfach nur wütend

Veröffentlicht: Aktualisiert:
FEUERWEHR
Was Feuerwehrmännern in Sachsen passiert ist, macht einfach nur wütend. | iStock
Drucken

Was macht ihr, wenn es in eurer Wohnung brennt? Wenn euer Partner vor euren Augen kollabiert? Oder wenn ihr euch mit dem Küchenmesser einen Finger abhackt?

Genau - ihr ruft den Notdienst.

Die Männer und Frauen, die als Feuerwehrmänner oder Sanitäterinnen arbeiten, sind immer zur Stelle - egal wo und egal wann.

Obwohl sie sich aufopfern, erfahren sie oft keinen Respekt.

Im Gegenteil. Sie müssen sich beleidigen, anspucken und in einigen Fällen sogar schlagen lassen. Sie müssen zwei Kilometer zu Fuß zu einem Unfall laufen - weil Autofahrer keine Rettungsgasse gründen.

Und sie müssen mitansehen, wie ihre Ausrüstung geklaut wird.

Wie 35 Feuerwehrmänner aus Sachsen. Sie trafen sich am Wochenende in Ostritz, um gemeinsam für den Ernstfall zu üben. Als sie anschließend zum Einsatzwagen zurückkehrten die böse Überraschung: Ihr Fahrzeug wurde durchwühlt und ausgeräumt - wichtige technische Geräte fehlten.

Das macht einfach nur wütend.

Und anscheinend wissen die Diebe nicht, was diese Männer für unsere Gesellschaft leisten.

Sie opfern ihre Freizeit, um für andere da zu sein. Anstatt Zeit mit ihren Familien und Freunden zu verbringen. Sie machen das ehrenamtlich. Und bekommen in vielen Fällen nur eine zweistellige Aufwandsentschädigung pro Schicht.

Eine Pauschale, für die die meisten Menschen nicht einmal aufstehen würden.

Sie verdienen Respekt. Von uns allen. Wenn ihr einmal in einer Notsituation seid, werden sie auch für euch da sein.

Mehr zum Thema: So solltet ihr ab sofort eine Rettungsgasse bilden

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ben)

Korrektur anregen