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11/04/2017 12:43 CEST | Aktualisiert 11/04/2017 13:00 CEST

Nach Giftgas-Angriff: G7 lehnen Sanktionen gegen Russland ab

dpa

  • Die Außenminister der G7-Staaten haben sich darauf geeinigt, nach dem Giftgas-Angriff in Syrien keine Sanktionen gegen Russland zu beschließen

  • Russland unterstützt den syrischen Machthaber Assad, der mutmaßlich hinter dem Giftgas-Angriff steckt

Die Außenminister der G7 lehnen neue Sanktionen gegen Russland und Syrien ab. Das teilte Italiens Außenminister Angelino Alfano am Dienstagmittag mit.

Die Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, Großbritanniens und der USA hatten bei einem Treffen nach einer gemeinsamen Linie gesucht, bevor der US-Außenminister nach Russland fliegt.

Am 4. April war in Syrien Giftgas freigesetzt worden, viele Zivilisten starben. Die USA und viele westliche Staaten beschuldigen das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, die völkerrechtlich verbotene Chemiewaffe eingesetzt zu haben.

Russland hat eine eigene Version der Ereignisse

Russland, Verbündeter des syrischen Regimes, bestreitet das. Das Gas sei freigesetzt worden, als syrische Bomben ein Giftgaslabor der Rebellen getroffen hätten. Die USA folgten der Argumentation nicht und griffen den Militärstützpunkt an, von dem ihrer Ansicht nach die syrischen Giftgasbomber gestartet waren.

Wie die britische BBC berichtet, waren sich die Außenminister allerdings einig, dass es in Syrien keinen Frieden geben könne, solange Präsident Baschar al-Assad an der Macht bleibt.

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(ll)

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