GroKo alternativlos: Neben Schwarz-Rot ist derzeit nur eine Gaga-Koalition möglich

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SCHULZ MERKEL
GroKo alternativlos: Neben Schwarz-Rot ist derzeit nur eine Gaga-Koalition möglich | STEFFI LOOS via Getty Images
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Die Große Koalition: In diesen Tagen ist sie in Berlin so beliebt wie Feierabendverkehr oder warmes Bier. Die Unkenrufe, dass es nach der Bundestagswahl im Herbst wieder auf Schwarz-Rot hinauslaufen könnte, hört hier derzeit niemand gerne.

Die SPD nicht – und die Union schon gar nicht.

Die großen Parteien sind im Wahlkampfmodus. Die Sozialdemokraten halten sich ein rot-rot-grünes Bündnis offen, die Union würde gerne mit der FDP regieren.

Das Problem: All diese Koalitionen wären gar nicht möglich, wenn es nach neuen Umfragen geht.

Zieht man etwa den Insa-Meinungstrend der "Bild“ heran, gibt es derzeit nur eine rechnerisch mögliche Alternative zur GroKo: Das Bahamas-Bündnis.

Bahamas-Bündnis? Ja, der Inselstaat im Atlantik hat eine blau-schwarz-gelbe Flagge. Bahamas bezieht sich demnach auf eine Koalition aus Union, AfD (derzeit 10 Prozent) und FDP.

Alles andere fällt durch

Die will allerdings niemand. Weder Union (33 Prozent) und FDP (6,5 Prozent), die sich immer wieder entschieden von den Rechtspopulisten distanzieren, noch die AfD, die sich noch nicht festgelegt hat, ob sie überhaupt irgendwann und irgendwie regieren will.

Rot-Rot-Grün kommt nur auf zusammen 46,5 Prozent – und fällt damit durch. Die SPD mit 31,5 Prozent kann das Katastrophen-Ergebnis der Grünen (6,5 Prozent) nicht ausgleichen.

Die Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grüne kommt nur auf 46 Prozent. Für die Konservativen würde es also nicht einmal mit beiden möglichen Juniorpartnern zusammen für die parlamentarische Mehrheit reichen.

Die Ampel aus SPD, FDP und Grünen auf zusammen 44,5 Prozent.

FDP-Chef Christian Lindner erteilte der sozialliberalen Koalition in der HuffPost ohnehin eine Absage: "Herr Schulz möchte über eine Ampel sprechen, um nachher mit der Linkspartei anzubandeln.“

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