WIRTSCHAFT
10/04/2017 22:26 CEST | Aktualisiert 11/04/2017 11:31 CEST

Das ist das erste deutsche Unternehmen, das Trumps Strafzölle zahlt

  • Der Stahlriese Salzgitter zahlt den Strafzoll wegen der US-Dumpingvorwürfe

  • Der Fall wird auf europäischer Ebene diskutiert

  • Eine Zusammenfassung seht ihr oben im Video

Das Poltern des US-Präsidenten Donald Trump zeigt Wirkung. Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter ist das erste deutsche Unternehmen, das bestätigt, Strafzölle an die USA zu zahlen.

"Das ist seit dem 30. März rechtskräftig, und unser Produkt Grobblech wird seitdem mit Strafzöllen von 22,9 Prozent belegt“, sagte Konzernsprecher Bernhard Kleinermann am Montag in Salzgitter. Sie würden aber nicht rückwirkend erhoben, betonte er.

Was dem Konzern vorgeworfen wird

Die US-Regierung wirft Salzgitter und anderen ausländischen Stahlproduzenten vor, Waren unterhalb der Herstellungskosten verkauft zu haben. Die Regierung geht von Dumping aus, wenn Produkte unterm "fairen Wert" verkauft werden.

Beim Anti-Dumping-Verfahren geht es um Grobblech, mit dem ein eigenes Salzgitter-Rohrwerk in den USA versorgt wird. Kleine Mengen seien auch außerhalb dieses Werks in den USA verkauft worden, so das Unternehmen. Gegenstand der Untersuchung waren Produktlieferungen von rund 200.000 Tonnen.

Der Konzern wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erneut entschieden zurück.

So geht es im Zoll-Streit weiter

Eine Kommission soll am 15. Mai noch separat befinden, ob durch die vorgeworfenen Dumpingpraktiken eine Schädigung entstanden ist.

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(sk)

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