"Werden jeden Angriff mit Stärke beantworten": Russland und seine Verbündeten drohen den USA

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PUTIN ROUHANI
"Werden jeden Angriff mit Stärke beantworten": Russland und seine Verbündeten drohen den USA | Sputnik Photo Agency / Reuters
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  • Russland, der Iran und syrische Verbündete drohen den USA, weitere Aggressionen "mit Stärke" zu beantworten
  • Aus Washington kommen unterdessen gemischte Signale

Nach dem US-Luftangriff in Syrien vom Freitag demonstrieren Russland, Iran und verbündete syrische Truppen Geschlossenheit - und drohen den USA. In einer Erklärung vom Sonntag werfen sie den USA vor, "rote Linien überschritten zu haben."

"Von jetzt an werden wir jede weitere Aggression oder jeden weiteren Übertritt einer roten Linie mit Stärke beantworten. Und Amerika kennt unsere Fähigkeit, eine Antwort zu finden", heißt es in einer Stellungnahme der Gruppe, über die unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Bereits zuvor hatte der russische Sicherheitsrat unter Vorsitz von Präsident Wladimir Putin den US-Schlag als aggressiven Akt und als Verstoß gegen das Völkerrecht gewertet.

Syriens Präsident Baschar al-Assad selbst nannte den Einsatz "rücksichtslos und unverantwortlich". Das russische Verteidigungsministerium verlegte eine Fregatte ins Mittelmeer.

Tillerson fordert härtere Haltung Russlands gegen Syrien

Am Freitag hatten die USA rund 60 Marschflugkörper auf einen Luftwaffenstützpunkt des syrischen Regimes abgefeuert. Der erste direkte Angriff der USA auf syrische Regierungstruppen seit Beginn des Bürgerkriegs war eine Reaktion auf einen Giftgasangriff, hinter dem mutmaßlich die Soldaten des syrischen Machthabers Assad stecken.

US-Außenminister Rex Tillerson gab unterdessen Russland eine Mitschuld an dem Giftgasangriff. Moskau habe es nicht geschafft, alle chemischen Waffen in Syrien zu beseitigen.

Er erwarte daher von Russland, sich vom syrischen Regime zu distanzieren. Denn "jedes Mal, wenn einer dieser schrecklichen Angriffe passiert, zieht es Russland stärker in die Verantwortung", sagte Tillerson laut Reuters.

Gemischte Signale aus Washington

Alle Beteiligten im Syrien-Konflikt rüsten also weiter verbal auf. Wie es weiter geht, ist allerdings nicht klar. Auch Tillersons Linie ist nicht völlig klar.

US-Präsident Donald Trump schloss am Samstag weitere Aktionen in Syrien nicht aus. "Die USA werden zusätzliche Schritte ergreifen, so wie es nötig und angemessen ist, um ihren wichtigen nationalen Interessen zu dienen", schrieb er in einer Mitteilung an den Kongress.

US-Außenminister Tillerson betonte dagegen in mehreren am Sonntag ausgestrahlten Fernsehinterviews, der Kampf gegen die Terrormiliz (IS) habe weiterhin Vorrang. Dem Sender ABC sagte er, der Luftangriff bedeute aber keine Änderung der "militärischen Positionierung" der USA. Er habe sich ausschließlich auf den Giftgasangriff bezogen.

Wie Reuters weiter berichtet, hatte am Sonntag auch der russische Präsident Putin mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rohani telefoniert. Beide verständigten sich darauf, dass der US-Angriff nicht zulässig gewesen sei und gegen internationales Recht verstoßen habe.

Mehr zum Thema: Hat Trump die Achse Putin-Assad mit seinen Luftangriffen zerschlagen?

Mit Material der dpa

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