Flugangst: Was gegen Panik über den Wolken helfen kann

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Die Angst vor dem Fliegen kann die Lebensqualität deutlich einschränken und vor allem die Vorfreude auf den Urlaub gehörig dämpfen

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein..." Für manche mag es sich so anfühlen, aber vielen Urlaubern wird angst und bang, wenn sie ein Flugzeug besteigen müssen, und das kann einem die Vorfreude auf den Urlaub schon etwas vermiesen.

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Die Furcht vor dem Fliegen kann viele Gründe haben: Die Angst vor dem Unbekannten ist ganz vorne mit dabei, denn wer noch nie zuvor geflogen ist, weiß nicht, was auf ihn zukommt. Aber auch subjektiv-negative Erfahrungen wie Turbulenzen und außerplanmäßige Zwischenstopps können Unwohlsein auslösen. Überraschenderweise sind auch Vielflieger besonders oft betroffen. Der Grund hierfür ist eine emotionale Stresssituation, in der sich der Betroffene zur Zeit des Fluges befindet. Diesen Stress überträgt er dann und entwickelt die Angst vorm Fliegen.

Einen Masterplan für die Behandlung von Flugangst gibt es leider nicht. Nichtsdestotrotz gibt es den ein oder anderen Trick, um die Flugangst in den Griff zu bekommen. So kann man Menschen, die einfach technische Zweifel haben, schon allein durch entsprechende Aufklärung einen großen Teil der Angst nehmen. Viele Menschen beruhigt es zu wissen, weshalb und wie ein Flugzeug fliegt. Wenn man weiß, dass Turbulenzen nicht gleich eine Bruchlandung nach sich ziehen, gerät man weniger schnell in Panik.

Schokolade macht glücklich

Nicht umsonst gibt es den Spruch: Essen macht glücklich! Wer vor dem Flug eine kleine Mahlzeit zu sich nimmt, kann so das Unwohlsein womöglich verringern. Ein guter Tipp ist es, ein, zwei Schokoriegel mitzunehmen. Schokolade beruhigt. Auf keinen Fall sollte man nichts essen. Denn dann rauscht der Blutzuckerspiegel in den Keller und der Kreislauf macht Probleme. Das wird oft mit Symptomen der Angst verwechselt.

Überhaupt ist das Stichwort: Ablenkung! Egal ob ein gutes Buch, ein spannender Film, die Lieblingsmusik oder ein Gespräch mit dem Sitznachbarn - alles was gezielter Aufmerksamkeit bedarf, verhindert, dass man in Panik gerät. Wenn der Sitznachbar gerade nicht zur Verfügung steht, tut es auch ein Gummiband am Handgelenk! Klingt merkwürdig, kann aber helfen: Jedes Mal, wenn die Angst hochkommt, einfach am Gummiband ziehen und zurückschnappen lassen.

Ab in die Apotheke

Im Notfall kann man auch zu Beruhigungsmitteln greifen. Homöopathische Mittel wie Baldriantropfen oder Johanniskrautpräparate gibt es in der Apotheke. Verschreibungspflichtige Medikamente sollten nur genommen werden, wenn gar nichts mehr geht.

Wer etwas tiefer gehen möchte, kann auch Seminare zum Thema Flugangst besuchen. Themen wie Flugzeugtechnik, Aufklärung und Strategien zur Angstbewältigung werden behandelt. Im besten Fall gehen die Teilnehmer schon im Kurs in die Luft und werden auf einem Flug begleitet und fachmännisch unterstützt.

Wer also gerüstet mit Gummiband, Schokoriegel und Baldriantropfen das nächste Mal ein Flugzeug besteigt, kann ganz entspannt abheben. Guten Flug!

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