Asma al-Assad: Kaum einer achtet auf die perfiden Machenschaften der Frau an der Seite des syrischen Diktators

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Im Jahr 2012 wandten sich zwei Ehefrauen britischer UN-Botschafter in einer eindringlichen Botschaft an Asma al-Assad, die Frau des syrischen Dikators Baschar. Per Video riefen sie Syriens First Lady auf, ihren Mann bei seinen kriegerischen Machenschaften zu stoppen.

Dem Konflikt in Syrien waren damals schon tausende Menschen zum Opfer gefallen, unter ihnen viele Frauen und Kinder. Die beiden Frauen forderten Asma al-Assad auf, sich für Frieden in ihrem Land einzusetzen.

Heute wissen wir: Assad folgte der Bitte nicht.

Asma al-Assad gilt als schlimmste Hetzerin im Syrien-Krieg

Die 41-Jährige galt für viele einst als große Hoffnungsträgerin, als gebildete Frau und emanzipierte Muslima.

Die kluge Finanzanalystin, verheiratet mit dem Augenarzt, der nach dem Tod seines Vaters und Bruders plötzlich syrischer Präsident wurde. Und zum grausamen Diktator, der die syrische Armee nutzt, um gegen das eigene Volk vorzugehen, teilweise mit chemischen Waffen und Fassbomben.

Ehefrau Asma denkt offenbar nicht daran, das zu ändern. Medien bezeichnen die in London geborene Tochter von Exil-Syrern vielmehr als schlimmste Hetzerin im Syrien-Krieg. Die ihren Mann anfeuert, statt ihn zu bremsen.

Öffentlich redet sie selten. Aber wenn, dann zeigt sich ihre einseitige und verquere Sicht auf die Welt. Wie bei einem Interview vor ein paar Monaten. In dem 33-minütigen Gespräch verteidigte sie die Politik ihres Mannes, stellte ihn als guten Familienvater dar.

Der syrische Diktator sei ein "sehr uneigennütziger Mensch"

Ihr Mann, mit dem sie seit etwa 17 Jahren verheiratet ist, sei "ein sehr uneigennütziger Mensch", sagte sie in dem Interview über den Menschen, der täglich mordet, um seine Macht zu sichern.

Die Tochter syrischer Eltern, in London geboren, zeichnet ein Bild von Syrien, das die dramatische Lage völlig verkennt. Sie erzählt von Initiativen, die sie unterstützt, um Bürgern in Syrien zu helfen erfolgreich zu sein.

Vor allem lägen ihr die Kinder am Herzen. So kümmere sie sich vor allem um Familien, die vom Krieg betroffen seien. Man muss nur die Nachrichten über Syrien verfolgen, um zu erkennen, wie heuchlerisch diese Aussage ist.

Es gab eine Zeit, da wurde Asma al-Assad noch als “Desert Rose” bezeichnet, als Rose der Wüste. Das hat sich geändert. Wenn heute jemand über sie spricht, ist eher die Rede von der “First Lady of Hell”.

Im Video oben stellen wir die Frau an der Seite von Syriens Machthaber vor.

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