Medienbericht: Ivanka Trump soll ihren Vater zum Syrien-Angriff überredet haben

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IVANKA DONALD TRUMP
Medienbericht: Ivanka Trump soll ihren Vater zum Syrien-Angriff überredet haben | Mark Wilson via Getty Images
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  • Laut einem Medienbericht hat Ivanka Trump Einfluss auf ihren Vater dafür gesorgt, dass der US-Präsident Syrien angreifen ließ
  • Die schrecklichen Bilder vom Giftgasangriff in Syrien hätten Ivanka demnach tief erschüttert

US-Präsident Donald Trump hat eine 180-Grad-Wende vollzogen: Am Freitag ließ er einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Armee bombardieren. Tage zuvor hieß es aus dem Weißen Haus noch, die USA würden in Syrien nicht gegen den Machthaber Baschar al-Asssad vorgehen.

Was hat Trump dazu bewogen?

Laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "Sunday Times" spielte Trumps Tochter Ivanka eine entscheidende Rolle dabei, dass ihr Vater von seiner Linie abwich.

Die Zeitung berichtet, dass der britische Botschafter in Washington, Kim Darroch, die Attacke vorausgesehen habe. Er habe in einem Telegramm bereits 23 Stunden bevor der erste Marschflugkörper in das syrische Rollfeld krachte die britische Premierministerin Theresa May informiert, dass Trump in Syrien militärisch eingreifen wird.

Seine Prognose stützte er dabei auf das Verhalten von Ivanka Trump.

Schreckliche Bilder aus Syrien haben Ivanka Trump erschüttert

Die "Sunday Times" schreibt dazu: "Diejenigen, die Darrochs diplomatische Mitteilung gesehen haben, sagen, er habe May und Außenminister Boris Jonson davon unterrichtet, dass ein Luftangriff wegen des Einflusses von Trumps Tochter Ivanka erfolgen würde."

Der Diplomat Darroch sprach auch von einem Tweet von Ivanka. Darin hatte sie geschrieben, die Bilder des Giftgasangriffs in der syrischen Provinz Idlib hätten ihr das Herz gebrochen. Die USA sind sich sicher, dass das syrische Regime hinter dem Angriff steckt.

Trumps Tochter habe "einen entscheidenden Einfluss im Oval Office"

Auch Donald Trump sei von den Fernsehbildern erschüttert gewesen. Unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet das britische Blatt, dass seine Tochter "einen entscheidenden Einfluss im Oval Office" hätten. Darroch habe May und Johnson daher angekündigt, die Reaktion der US-Regierung falle "stärker als erwartet" aus.

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Heißt: Weil Ivanka Trump von den Bildern aus Syrien tief bewegt war, soll sie ihren Vater zu einer starken Reaktion bewogen haben - eben zu dem erfolgten militärischen Gegenschlag.

Ivankas Einfluss sei außerdem von ihrem Ehemann, Jared Kushner, gestützt worden. Er ist einer der wichtigsten Berater von Donald Trump. Der neue Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster habe für einen militärischen Schlag gegen Syrien bei Kushner Stimmung gemacht, berichtet die "Sunday Times".

Am nächsten Tag hat Trump dann den Militärschlag angeordnet - und damit seine außenpolitische Wende vollzogen.

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(jg)