Rätsel um LKW-Attentat: Berichte über zweite Festnahme in Stockholm

Veröffentlicht: Aktualisiert:
STOCKHOLM
Rätsel um LKK-Attentat: Berichte über zweite Festnahme in Stockholm | TT News Agency / Reuters
Drucken
  • Laut Medienberichten ist es in Stockholm zu einer zweiten Festnahme gekommen
  • Sie soll in Verbindug mit dem LKW-Attentat stehen
  • Die Polizei spricht jedoch von einem Gerücht

Die schwedische Polizei soll nach der Lastwagen-Attacke in der Stockholmer Innenstadt eine zweite Person festgenommen haben. Das berichtet der schwedische Fernsehsender SVT. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet dagegen, die Polizei habe diese Meldung zunächst nur als Gerücht bezeichnet.

Der Mann soll im nördlichen Vorort Hjulsta festgesetzt worden sein, will der Sender aus Polizeikreisen erfahren haben. Über den zweiten Festgenommenen ist nichts bekannt.

Bei dem als erstes Festgenommenen handelt es sich dagegen nach Angaben der Polizei um einen Mann, der mit Beschreibungen einer Person übereinstimmt, die sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben soll. Bilder dieses Mannes hatte die Polizei auf einer Pressekonferenz gezeigt. Am frühen Samstagmorgen teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit, der Mann sei "terroristischer Verbrechen durch Mord“ verdächtig.

Es handele sich bei dem Mann "wahrscheinlich" um den Fahrer des Lastwagens. Die schwedische Tagsszeitung "Aftonbladet“ berichtet, er sei ein 39 Jahre alter Usbeke, der ein Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sei.

Was wir noch wissen:

Der Festgenommene: Der nach dem Anschlag in Stockholm festgenommene Mann hat nach Polizeiangaben "wahrscheinlich" den Lkw gesteuert, der am Freitag in eine Menschenmenge gerast war. Das erklärte ein Polizeisprecher.

Die Tat: Um 14:55 Uhr ging nach Angaben der Sicherheitspolizei der Notruf ein, dass im Herzen Stockholms ein Lastwagen in eine Menschenmenge gefahren sei und viele Menschen verletzt habe. Anschließend fuhr der Lastwagen in ein Kaufhaus.

Das Tatfahrzeug: Der Laster gehört einer Brauerei. Ein Sprecher sagte im schwedischen Radio, der Fahrer habe gerade ein Restaurant beliefern wollen, als ein Maskierter vorne in die Fahrerkabine gesprungen und mit dem Wagen weggefahren sei.

• Die Brauerei erklärte in einem Statement auf ihrer Internetseite: "Unser Fahrer versuchte, das Fahrzeug zu stoppen, indem er sich davor stellte - aber musste zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden." Der Mann sei leicht verletzt und stehe unter Schock.

Die Opfer: Es gab nach vorläufigen Angaben vier Tote und 15 Verletzte.

…und was nicht:

Der oder die Täter: War es ein Einzeltäter? Oder hatte der Fahrer des Lastwagens Komplizen? Die Polizei ließ das am Abend ausdrücklich offen.

Der Tatablauf: Unmittelbar nach der Todesfahrt des Lastwagens gab es Gerüchte über Schüsse in der Stockholmer Innenstadt. Das bestätigte die Polizei aber nicht.

Die Flucht: Wie und wohin der Täter direkt nach der Tat flüchten konnte, ist unklar.

Das Tatmotiv: Die Polizei geht ebenso wie Ministerpräsident Stefan Löfven von einem Terroranschlag aus. Aber auch wenn vieles dafür spricht: Bewiesen ist das noch lange nicht, es könnte theoretisch auch eine Amokfahrt gewesen sein.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg


(ll)

Korrektur anregen