"Heute Show" entlarvt in einem Satz, wie sehr die Parteien im NRW-Wahlkampf versagen

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"Heute Show" entlarvt in einem Satz, wie sehr die Parteien im NRW-Wahlkampf versagen | Screenshot/ZDF
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Der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen läuft auf Hochtouren. Eigentlich, so sagt Moderator Oliver Welke in der ZDF-Nachrichtensatire "Heute Show" am Freitag, geht es dort um sehr viel, um nicht zu sagen: um alles.

Immerhin hat das Bundesland keine gute Bilanz vorzuweisen. Welke nennt es auch "Nordrhein-Katastrophalen", Denn NRW ist hoch verschuldet und leidet unter Infrastruktur-Problemen.

Das sollte doch einen heißen Wahlkampf ergeben, glaubt Welke. Aber: "Das Wahlkampf-Niveau in diesem Jahr ist erschütternd", sagt er. Den Parteien im Wahlkampf attestiert Welke dann in einem Satz ein Armutszeugnis: "NRW ist eine bankrotte Industriebrache. Aber was bitte macht denn die CDU aus dieser Vorlage?"

Liegt es am "wütenden Hobbit"?

Genügend Angriffspunkte sollte es für die Partei also eigentlich geben. Bisher habe das aber noch nicht zu einem überzeugend Wahlkampf geführt.

Möglicherweise liege das am CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet, dem Welke ein kleines "Charisma-Defizit" attestiert. Zum Beweis zeigt er eine Rede Laschets aus dem Landtag, wo der CDU-Politiker versucht, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft scharf anzugehen.

"Selbst wenn er wütend wird, muss man über ihn lachen", sagt Welke über den Versuch und nennt Laschet einen "wütenden Hobbit."

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Oder am "Bitch-Fight" zwischen Merkel und Kraft?

Dann gibt es da Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die im NRW-Wahlkampf mitmischt. Welke betitelt den Wettstreit daher gar als "Bitch-Fight" zwischen Merkel und Kraft.

In einer Rede in Münster hat Merkel versucht, die SPD-Politikerin zu attackiert. "Was hat die Merkel nicht in einer Rede über NRW gelästert", sagt Welke. "Staus in Nordrhein-Westfalen bis zum Mond."

Für den Moderator nicht mehr als ein netter Versuch. Er zeigt die Rede Merkels im Schnelldurchlauf. Im Blickpunkt dabei: Der gelangweilte Parteikollege der Kanzlerin neben ihr auf dem Podest.

3 Dinge, die schwieriger sind, als Kraft zu schlagen

Dabei sei es doch eigentlich so einfach, die SPD in NRW zu schlagen. Welke listet drei Dinge auf, die "eigentlich schwieriger wären, als Hannelore Kraft zu schlagen. Sich richtig herum auf ein Fahrrad zu setzen. Eine Partie Schach gegen ein Kaninchen gewinnen. Und natürlich: Einen Nagel in ein Pfund zimmerwarme Butter zu schlagen."

Statt Rezepte für Probleme in Deutschland anzubieten, also wieder einmal die alte Leier, sagt Welke: leere Phrasen.

Hier könnt ihr die "Heute Show" in der Mediathek des ZDF sehen.

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(lp)

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