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07/04/2017 08:07 CEST

Tupac Shakur: Doku enthüllt neue Mord-Theorie

Imago/EntertainmentPictures
Wer hat Tupac Shakur auf dem Gewissen?

Um kaum ein Verbrechen ranken sich so viele Mythen, wie um die Ermordung des Rappers Tupac Shakur am 7. September 1996 in Las Vegas. Jetzt beschäftigt sich eine neue Dokumentation um die Vorkommnisse rund um die Mordnacht und bringt dabei teils neue Erkenntnisse zu Tage, wärmt aber auch viele alte Theorien wieder auf. "Tupac Assassination 3: Battle für Compton" erfährt allerdings dennoch in der Fan-Szene eine ziemlich große Beachtung, da die möglichen Motivlagen und Theorien nie zuvor so plausibel und nachvollziehbar zusammengetragen wurden.

Die Kernaussage des neuen Films: Der Anschlag damals soll überhaupt nicht Tupac, sondern seinem Produzenten Suge Knight (51) gegolten haben. Der wurde damals allerdings lediglich angeschossen, als die Mörder das Feuer auf das gemeinsame Fahrzeug eröffneten. Der Grund für den Anschlag soll ein Streit mit dessen Ex-Frau Sharitha gewesen sein, die im damaligen Scheidungskrieg horrende Unterhaltszahlungen forderte, die Knight nicht bezahlen wollte.

Auch in der Doku "Tupac Shakur: Thug Immortal" wird über den Mord spekuliert - hier geht's zum Film

Gemeinsam mit dem Security-Chef ihres Mannes soll dann ein Mordplan entwickelt worden sein, weil sie sich das Erbe von ihrem Noch-Ehemann versprochen habe. Sein geschätztes Vermögen damals: 500 Millionen US-Dollar, dank zahlreicher Stars wie Dr. Dre oder Snoop Dog unter seinen Fittichen. Knight selbst glaubt übrigens mittlerweile ebenfalls an diese Theorie. Alles, was in der Doku erzählt würde, sei genau so gewesen, gibt er darin zu Protokoll. Doch stimmt das wirklich?

Immer wieder fällt der gleiche Name

Der beschuldigte Sicherheitschef hört auf den Namen Reggie Wright Jr. Für diejenigen, die die Geschichte um Tupacs Tod bereits seit längerem verfolgen, alles andere als ein Unbekannter. Immer wieder wurde Wright Jr. mit der Ermordung des Rap-Stars in Verbindung gebracht. Auch ein persönlicher Bodyguard von Tupac beschuldigte seinen Kollegen bereits vor einigen Jahren. Der streitet natürlich seit Beginn der Spekulationen jegliche Beteiligung ab - welches Motiv für den Mordanschlag auch immer gerade aktuell diskutiert wird.

Auf die neuesten Enthüllungen reagiert Wright Jr. allerdings extrem dünnhäutig: In einem Statement der britischen Zeitung "Daily Mail" droht er den Regisseuren der Doku, Michael Douglas Carlin und Richard Bond, indirekt sogar mit dem Tod. Die sollten die Fakten lieber richtig darstellen, denn Regisseure sterben sonst wie die Fliegen, sagte der Beschuldigte etwas kryptisch.

Haben die Filmemacher mit ihrer neuen Motivlage da in ein Hornissen-Nest gestochen oder ist es einer nur leid, seit 20 Jahren zu Unrecht immer wieder falschen Vorwürfen ausgesetzt zu sein?

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