Trump erklärt Luftschlag in Syrien – ein Satz über Babys sorgt für Empörung

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US-Präsident Donald Trump hat den US-Luftangriff auf einen Flugplatz der syrischen Armee als Akt der Verteidigung nationaler Sicherheitsinteressen der USA dargestellt. Er habe den Angriff selbst angeordnet, sagte Trump in der Nacht zum Freitag in Mar-a-Lago in Florida. Eine Zusammenfassung der Rede seht ihr im Video oben.

Auch für seine militärischen Aktionen forderte der US-Präsident Unterstützung ein. "Ich rufe heute alle zivilisierten Nationen auf, sich uns anzuschließen", so Trump. Das Blutvergießen müsse beendet werden.

In seiner Rede verurteilte Trump den syrischen Diktator Assad, der mit seiner "barbarischen Attacke sogar wunderschöne Babys brutal ermordet habe". Kein Kind Gottes sollte einen solchen Horror erleiden.

Aufregung über "wunderschöne" Babys

Die Formulierung "wunderschöne Babys" sorgt für Aufregung. Trump hatte im Wahlkampf und in seiner bisherigen Präsidentschaft schon mehrfach das Wort "wunderschön" (beautiful) in merkwürdigen Zusammenhängen benutzt. So hatte er von einer "wunderschönen" Mauer an der Grenze zu Mexiko gesprochen. Oder von einer "beautiful, beautiful safe zone in Syria".

Zynisch fragt jemand auf Twitter, was diese syrischen Babys so "beautiful" macht – gerade auch im Vergleich zu den "terroristischen" syrischen Babys. Trump war nämlich auch schon mit seiner sehr verallgemeinernden Verwendung des Begriffs "Terroristen" aufgefallen, wenn es um Muslime ging.

Mehrere fragten Trump, warum die USA diese Babys nicht aufnehmen würden, wo sie doch so schön seien.

Zum Angriff sagte Trump noch, dass alle Versuche, Assads Verhalten zu ändern "dramatisch gescheitert" seien. Das Resultat sei, dass sich die Flüchtlingskrise verschärft und die Region sich destabilisiert habe.

Bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff kamen Aktivisten zufolge mehr als 80 Menschen ums Leben. Der syrische Staatschef Baschar al-Assad hatte die Verantwortung für den Angriff zurückgewiesen.

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