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07/04/2017 17:27 CEST

Eine Erfindung von Forschern aus Kalifornien wird alle schusseligen iPhone-Besitzer freuen

praetorianphoto via Getty Images
Eine Erfindung von Forschern aus Kalifornien wird alle schusseligen iPhone-Besitzer freuen

  • Forscher aus Kalifornien wollen ein Material entwickelt haben, das selbstheilende Smartphone-Bildschirme ermöglichen soll

  • Das Material könne von selbst zusammenwachsen und lasse sich um das Fünfzigfache dehnen

Es gibt zwei Arten von Smartphone-Besitzern: Die einen haben die "Spider-App", die anderen nicht.

Der ersten Gruppe ist ihr Smartphone irgendwann aus der Hand gerutscht. Seither überziehen Risse den Bildschirm wie feine Spinnweben. Meist bleibt dann nur, mit dem Schaden zu leben - oder viel Geld auszugeben für einen neuen Bildschirm oder ein neues Gerät.

Aber für alle Schusselchen und Tollpatsche möchten Chemiker der University of California in Riverside im US-Bundesstaat Kalifornien eine dritte, futuristische Lösung anbieten: ein Bildschirm, der sich von selbst reparieren kann.

Inspiriert von Wolverine

Sie hätten ein Material mit außergewöhnlichen Eigenschaften entwickelt, behaupten die Forscher. Nicht nur könne es um das Fünfzigfache seiner Ausgangsgröße gedehnt werden. Wenn die Forscher es in zwei Stücke geteilt hätten, hefte es sich von selbst wieder innerhalb eines Tages zusammen, berichtet Forscher Chao Wang gegenüber dem Online-Wissenschaftsmagazin "Science Daily".

Das Material selbst ist ein Polymer, ein chemischer Stoff aus Makromolekülen. Es bestehe aus geladenen Ionen und polaren Molekülen, berichten die Forscher. Die Ionen und die Moleküle ziehen einander an. Das sorge dafür, dass Kratzer und Risse wie von selbst wieder verschwinden können.

Inspiriert wurde der Chemiker Wang von einem Comic-Helden. "Als ich jung war, war Wolverine von den 'X-Men' mein Idol", sagt Wang gegenüber "Science Daily". "Er konnte die Welt retten, aber auch nur, weil er sich selbst heilen konnte."

Mehr zum Thema: Weltweit arbeiten Forscher an der Abschaffung des Smartphones - was danach kommen könnte, ist ziemlich verrückt

Bis 2020 sei das Material zum Einsatz bereit

Die Welt werden selbstheilende Smartphones vermutlich nicht retten. Aber vielen Menschen könnte Wangs Erfindung eine Menge Ärger ersparen - wenn sich ihre Wirkkraft beweisen kann.

Der nächste Schritt der Forscher sei nun, die Eigenschaften des Materials zu verbessern. Bisher könnte zum Beispiel eine hohe Luftfeuchtigkeit dafür sorgen, dass sich die Eigenschaften des Polymers ändern.

Ein wenig Zeit wird es also noch brauchen. Gegenüber dem Online-Portal "Business Insider" geht Wang davon aus, dass sein Material bis 2020 zum Einsatz bei Smartphone-Bildschirmen und Akkus bereit sei.

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(ujo)

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