USA planen vorerst keine weiteren Angriffe auf Syrien - halten sich aber Optionen offen

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SYRIA
"Nicht mehr als eine einzelne Attacke" - dennoch hält sich Trump Optionen in Syrien offen | Carlos Barria / Reuters
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  • In der Nacht haben die USA einen syrischen Militärflughafen mit Marschflugkörpern angegriffen
  • Die Attacke ist eine Vergeltung für den Chemiewaffeneinsatz auf die Stadt Chan Schaichun, sie soll voerst die einzige bleiben

Wenige Tage nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff des syrischen Machthabers Baschar Al-Assad auf die Stadt Chan Schaichun hat US-Präsident Donald Trump das Land angegriffen.

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag hat er einen Flughafen der syrischen Armee bombardieren lassen.

Führende Politiker des US-Kongresses sagten, dass ihnen Trumps Stab bereits vor dem Luftschlag mitgeteilt habe, dass dieser keine weiteren Attacken auf Syrien plane, allerdings "sich Optionen offen halte".

"Nicht mehr als ein einzelner Angriff"

Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff, Mitglied des Geheimdienstausschusses, sagte dem US-Sender MSNBC, dass er vom Direktor der nationalen Nachrichtendienste, Dan Coats, einen Anruf erhielt - "nicht lange nachdem die Raketen auf ihrem Weg waren".

Coats habe Schiff gesagt, dass "es im Moment nicht die Intention gibt, mehr als einen einzelnen Angriff zu machen". Das Ziel sei der Flughafen gewesen, "wo der Ursprung der Giftgas-Attacke vermutet wird", so Schiff.

Die USA sehen den Angriff als Vergeltung für den Chemiewaffen-Angriff, bei dem am Dienstag mindestens 70 Zivilisten starben. Der Westen hält Assad dafür schuldig.

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