NEWS-BLOG: Schwedischer Premier: "Terroristen werden Schweden niemals besiegen"

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  • In Stockholm ist ein Lastwagen in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus gerast
  • Vier Menschen sind laut Medienberichten gestorben
  • Die Polizei hat einen Mann festgenommen, dabei handelt es sich aber offenbar nicht um den Fahrer des Lkw
  • Eine Zusammenfassung der Geschehnisse seht ihr oben im Video

In Stockholm ist ein Kleinlaster in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Das berichtet unter anderem die schwedische Zeitung "Aftonbladet". Es soll mindestens drei Tote und acht Verletzte geben. Die Polizei spricht von einem Terrorverdacht.

Der Laster sei zunächst durch eine belebte Einkaufsstraße gerast, danach fuhr er in ein Kaufhaus. Menschen flüchteten in Panik vom Ort des Geschehens. Kurz vor 15 Uhr ging dann ein Notruf ein.

22.00 Uhr: Premierminister: "Das ganze Land steht zusammen"

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat nach dem möglichem Anschlag in Stockholm Angehörigen und Opfern Mut zugesprochen. "Ihr sollt wissen, dass ganz Schweden hinter euch steht", sagte Ministerpräsident Löfven auf einer Pressekonferenz.

Schweden könne stolz auf die Menschen sein, die ihre Häuser für die geöffnet hätten, die am Freitag nicht nach Hause kommen konnten. "Das ganze Land steht zusammen", sagte Löfven. "Jetzt müssen wir unser Mitgefühl mit den Betroffenen zeigen."

21.50 Uhr: Premierminister: "Terroristen werden Schweden niemals besiegen"

Der schwedische Premierminister Stefan Löfven sagte bei der Pressekonferenz außerdem, solle es sich um einen Terroranschlag handeln, werde sein Land alles unternehmen, dass sich die Menschen sicher fühlen können. "Die Terroristen wollen, dass wir uns fürchten. Aber das werden wir nicht tun. Die Terroristen werden Schweden niemals besiegen", sagte er.

Die Polizei geht derweil von einem Terroranschlag aus. "Wir haben eine Arbeitshypothese, dass das hier eine Terrortat ist", sagte ein Polizeisprecher zuvor.

21.42 Uhr: Premierminister: "Unser ganzes Land steht unter Schock"

Der schwedische Premierminister Stefan Löfven sprach auf einer Pressekonferenz erneut davon, sein Land sei an diesem Tag angegriffen worden. "Unser ganzes Land steht unter Schock", sagte er.

21.30 Uhr: Festgenommener könnte Mann auf den Fotos sein

Die Polizei blieb bei einer Pressekonferenz vage. Sie sagten nicht, ob es sich bei dem Festgenommenen um den Fahrer des Lkw handelt. Die Ermittler bestätigten jedoch, dass der Verdächtige auf die Beschreibung einer Person passt, in Tatortnähe gesehen worden war. Nach den Aussagen der Polizei handelt es sich offenbar um den Mann, nach dem mit Fotos gefahndet worden war.

Die Polizei schloss nicht aus, dass der Mann nach der aktuellen Beweislage wieder freigelassen werde.

Die Polizei sagte weiter, die Ermittler würden noch weiteren Spuren nachgehen. An den Grenzen würden verschärfte Kontrollen eingeführt werden.

20.51 Uhr: Laut Medienberichten mindestens vier Tote

Bei dem Lkw-Attentat sind am Freitag laut schwedischen Medien vier Menschen ums Leben gekommen. Das berichteten mehrere Zeitungen unter Berufung auf die Nachrichtenagentur TT.

Außerdem sprechen die Medien von mindestens 15 Verletzten, neun seien schwer verletzt. Das bestätigte der Chefarzt des Karolinska-Instituts bei Stockholm dem Sender Radio Schweden am Freitag.

20.33 Uhr: Polizei fasst mutmaßlichen Attentäter

Nach dem Anschlag in Stockholm hat die Polizei den mutmaßlichen Attentäter festgenommen. Der Mann hat laut einem Bericht der schwedischen Tageszeitung "Aftonbladet" die Tat gestanden.

18.19 Uhr: So entführte der mutmaßliche Täter den Lkw

Die schwedische Tageszeitung "Aftonbladet" sprach mit dem Sprecher der Brauerei, zu der der Lkw gehörte. Das Fahrzeug sei unmittelbar vor der Tat entführt worden.

Der Fahrer des Lasters habe an einem Restaurant gehalten, um Getränke abzuliefern. Dann sei ein maskierter Mann ins Führerhaus gestiegen und losgefahren. Der Lieferant habe sich vor den Lkw gestellt, doch der Terrorist stoppte nicht.

Der Fahrer warf sich daraufhin auf den Boden und wurde überfahren, aber wie durch ein Wunder nur leicht verletzt, sagt der Sprecher.

17.46 Uhr: Polizei sucht mit Fotos nach einem Mann

Auf der Pressekonferenz hat die Polizei ein Foto eines Mannes gezeigt. Er gelte allerdings nicht als Tatverdächtiger. Das Foto zeigt einen Mann in einem Kapuzenpulli und einer grünen Jacke.

Bereits zuvor gab es Berichte über eine Festnahme eines Mannes. Die Polizei widersprach dem.

17.23 Uhr: Mehr Reaktionen aus Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat erschüttert auf den mutmaßlichen Anschlag mit einem Lastwagen in Stockholm reagiert. Er habe während seines Besuchs in Athen "von dem brutalen Angriff auf unschuldige Menschen in Stockholm erfahren", schrieb das Staatsoberhaupt am Freitag in einer Mitteilung.

"Auch wenn die Hintergründe noch unklar sind: Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den Opfern und Verletzten, bei unseren schwedischen Freunden und allen Menschen in Stockholm", ergänzte er.

stockholm
Quelle: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz schrieb auf Twitter: "Bin schockiert über den Anschlag in Stockholm." Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. "Terror wird niemals siegen", fügte der SPD-Chef hinzu.

17.20 Uhr: Einkaufszentren, Theater und Kinos bleiben geschlossen

Alle Theater und Kinos am Ort des Geschehens in Stockholm bleiben geschlossen, berichtet die schwedische Tageszeitung "Aftonbladet". Auch verschiedene Einkaufszentren wurden geräumt und bleiben vorerst geschlossen. Aus Sicherheitsgründen, berichtet das Blatt.

17.14 Uhr: Auswärtiges Amt rät Stockholm-Reisenden, in ihren Unterkünften zu bleiben

Das Auswärtige Amt hat Reisenden in Stockholm dazu geraten, vorerst in ihren Unterkünften zu bleiben. Sie sollten die Entwicklung der Lage über die Medien verfolgen und auf weitere Sicherheitshinweise achten, teilte die Behörde am Freitag mit.

Zudem solle den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin gab es zunächst keine Informationen über Deutsche unter den Opfern in Stockholm.

17.08 Uhr: Juncker: "Angriff auf uns alle"

Die Europäische Union hat bestürzt auf den mutmaßlichen Terroranschlag in Stockholm reagiert. "Ein Angriff auf einen unserer Mitgliedsstaaten ist ein Angriff auf uns alle»", erklärte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Freitag in Brüssel.

Schweden könne auf Solidarität und jede erdenkliche Hilfe zählen. "Unsere Gedenken sind beim schwedischen Volk", erklärte Juncker. Er sprach den Familien der Opfer im Namen der Kommission sein Beileid aus und würdigte den Einsatz der Rettungskräfte.

17.05 Uhr: Pressekonferenz um 17.15 Uhr

Die Stockholmer Polizei und die schwedische Sicherheitspolizei geben um 17.15 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz in Stockholm.

17.00 Uhr: Stockholmer Telefonnetz zusammengebrochen

Das Telefonnetz in Stockholm sei zusammengebrochen, berichtet ZDF-Reporter Dominik Rzepka. Die schwedischen Behörden empfehlen, auf soziale Netzwerke auszuweichen.

16.50 Uhr: Ein Tatverdächtiger gefasst, Polizei fahndet womöglich nach einem weiteren

Eine Person konnte von der Polizei mittlerweile gefasst werden. Die schwedische Tageszeitung "Aftonbladet" berichtet allerdings, dass die Beamten nach einer weiteren Person fahnden würden. Sie beruft sich dabei auf Ermittlerkreise.

16.41 Uhr: Augenzeugin berichtet von Schüssen

Die Augenzeugin Malin H. berichtet der Huffington Post, dass sie Schüsse hören würde. Sie sitzt in einem Schuhladen in der Innenstadt in unmittelbarer Nähe des Geschehens fest. Sie habe bisher elf Menschen gesehen, die in Krankenwägen abtransportiert seien. Der Laden befindet sich in der Einkaufsstraße Drottninggatan, durch die der Kleinlaster gerast war.

Lokale Medien hatten von Schießereien an zwei verschiedenen Orten berichtet. Die Polizei widersprach in mindestens einem Fall den Berichten.

16.38 Uhr: Bundesregierung hat reagiert

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hat auf Twitter auf den mutmaßlichen Terroranschlag in Stockholm reagiert. "Unsere Gedanken gehen zu den Menschen in Stockholm, zu Verletzten, Angehörigen, Rettern + Polizisten. Wir stehen zusammen gegen den Terror."

16.32 Uhr: Chaos in der Innenstadt

Eine Augenzeugin berichtet der Huffington Post, dass noch immer großes Chaos in der Innenstadt Stockholms herrscht. Die Behörden hätten Schwierigkeiten mit Krankenwägen vorzudringen. Die Straßen seien verstopft. Die Augenzeugin sitzt in einem Schuladen in der Innenstadt nahe des Orts des mutmaßlichen Anschlags fest.

16.30 Uhr: Hauptbahnhof wurde evakuiert

Laut einem Medienbericht ist der Hauptbahnhof in Stockholm nun evakuiert worden.

16.24 Uhr: Königsfamilie reagiert bestürzt

Die schwedische Königsfamilie hat schockiert auf das mögliche Attentat in Stockholm reagiert. "Ich und die gesamte Königsfamilie haben mit größter Bestürzung die Informationen über das Attentat am Nachmittag in Stockholm entgegengenommen", schrieb König Carl XVI. Gustaf am Freitag auf der Homepage der Königsfamilie.

"Wir folgen der Entwicklung, aber vorerst gehen unsere Gedanken an die Getöteten und deren Familien."

16.20 Uhr: Alarmbereitschaft in Stockholmer Krankenhäusern

Das Personal des Universitätskrankenhauses Karolinska-Institut bei Stockholm ist Medienberichten zufolge in Alarmbereitschaft versetzt worden. Zusätzliches Personal sei angefordert worden. Alle Ärzte seien gebeten worden, sich einzufinden. Das Karolinska-Institut ist eine von Europas größten medizinischen Universitäten.

16.14 Uhr: Facebook hat "Safety check" aktiviert

Wie bei ähnlichen Lagen hat Facebook den Sicherheitscheck aktiviert. Damit können sich Menschen in Stockholm als "in Sicherheit" markieren.

16.08 Uhr: Wichtige Gebäude in der Innenstadt abgeriegelt

Die schwedischen Sicherheitsbehörden haben Medienberichte zufolge wichtige Gebäude in der Innenstadt abgeriegelt. Der Gebäudekomplex Rosenbad, Sitz der schwedischen Regierung, das Parlamentsgebäude und das Königsschloss sind demnach von der Polizei abgesperrt worden. Auch die Züge im Stockholmer Zentrum stehen still.

16.08 Uhr: Schwedischer Premierminister spricht von Anschlag

Der schwedischer Premierminister Stefan Löfven sagte: "Alles deutet auch einen Anschlag hin." Er sprach von einem "Angriff auf Schweden". Er sagte weiter, es gebe mindestens zwei Tote bei diesem "schrecklichen Akt des Terrorismus".

16.05 Uhr: Geheimdienst bestätigt Terroranschlag - eine Festnahme laut Medienbericht

Der schwedische Geheimdienst hat bestätigt, dass es sich bei dem Vorfall in Stockholm um einen Anschlag handelt. Ein schwedischer Radiosender berichtet, dass ein erster Tatverdächtiger festgenommen wurde.

16.00 Uhr: Berichte über Schüsse sind nicht bestätigt

Ein lokaler Fernsehreporter hatte von Schüssen in Schüssen an einem zweiten Ort berichtet. Das lässt sich allerdings nicht bestätigen.

15.55 Uhr: Parlamentsgebäude in Stockholm abgesperrt

Das Parlamentsgebäude in Stockholm ist Medienberichten zufolge abgesperrt worden. Die Polizei bittet die Bevölkerung in geschlossenen Räumen zu bleiben und sich vom Zentrum fernzuhalten.

15.52 Uhr: LKW im Laufe des Tages gestohlen

Die Spedition des LKW bestätigt laut schwedischen Medien, dass der Lastwagen im Laufe des Tages gestohlen wurde. Das berichtet ZDF-Reporter Dominik Rzepka.

Der LKW gehört laut einem Medienbericht der schwedischen Brauerei Spendrups. Jemand sei während einer Anlieferung an ein Restaurant in die Fahrerkabine gesprungen und mit dem LKW weggefahren, sagte der Kommunikationsdirektor der Brauerei, Marten Lyth, gegenüber der Nachrichtenagentur TT.

15.50 Uhr: Völliges Chaos und Terror-Warnung

Reporter des schwedischen Fernsehsenders SVT vor Ort berichten von einem Brand auf der Einkaufsstraße und völligem Chaos.

Durch die Stadt fahre ein Polizeiwagen, aus dem Polizisten "Warnung vor einer Terrortat" riefen. Ärzte seien vor Ort angekommen, um sich um die Verletzten zu kümmern.

15.40 Uhr: Augenzeugenberichte: "Der Lastwagen kam aus dem Nichts"

"Ich sah Hunderte von Menschen um ihr Leben laufen", berichtet Anna der Zeitung. Sie habe den Vorfall beobachtet.

"Ich lief auf der Hauptstraße, als ein großer Lastwagen aus dem Nichts kam. Ich konnte nicht sehen, ob jemand fuhr, aber es geriet außer Kontrolle", sagt Dimitris, einer weiterer Augenzeuge. Er habe gesehen, dass mindestens zwei Menschen überfahren wurden.

15.35 Uhr: Erste Fotos

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter tauchten, kurz nachdem sich der Vorfall ereignet hatte, die ersten Bilder auf. Darauf ist der Lastwagen zu sehen und Menschen, die vom Ort des Geschehens fliehen.

Weitere Bilder zeigen den beschädigten LKW und eine Menschenmenge vor dem abgesperrten Bereich.

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