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Autonomes Luft-Taxi soll im Sommer in Dubai getestet werden

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Autonom fahrende Autos? Sind Realität, Tests laufen bereits auf öffentlichen Straßen.

Warum nicht auch autonom fliegende Mini-Flugzeuge losschicken? Das ist doch eher Zukunftsmusik. Aber sie sollen noch in diesem Jahr einen realistischen Klang bekommen.

Das autonome Elektrotaxi für die Luft

Airbus will mit seiner Tocherfirma A^3 noch in diesem Jahr "Vahana" aufsteigen lassen, ein elektrisch betriebenes Fluggerät für einen Passagier. Der Sender "ntv" berichtet, schon im Sommer solle "Vahana" über dem arabischen Emirat Dubai getestet werden.

Letztlich sollen Passagiere "Vahana" per App anfordern können, wie ein normales Taxi auch.

Mini-Flugzeuge und fliegende Autos

Andere Unternehmen forschen an kleinen Elektro-Flugzeugen zur Personenbeförderung. Darunter Lilium Aviation, ein Spin-off der Technischen Universität München (TUM). Allerdings ist der Zweisitzer nicht als autonomes Fluggerät konzipiert, das Fliegen soll aber so einfach werden wie Autofahren.

Fliegende Autos, die also zum Fahren und Fliegen taugen, werden auch entwickelt. Terrafugia arbeitet an einem fliegenden Auto, das mit bleifreiem Benzin betrieben werden soll.

Das niederländische Unternehmen PAL-V rühmt sich, in dem Marktsegment der erste gewesen zu sein und will sein persönliches Luft- und Land-Fahrzeug in den kommenden Jahren in Serie produzieren.

Das Versprechen von Freiheit und Mobilität

Die Hersteller werben damit, dass ihre Gefährte Freiheit ermöglichen. Schnell sollen die Nutzer von A nach B kommen, abheben über dem täglichen Stau in den Großstädten dieser Welt. Und je nach Machart soll das auch noch leise und umweltfreundlich sein.

Das klingt fantastisch. Ist aber nur ein Teil der Wahrheit.

Die Realität

Um einen Menschen in die Luft zu bringen, braucht es eine Menge Energie. Und diese Energie muss irgendwo herkommen. Vielleicht nicht aus dreckiger Kohle, aus Benzin und Diesel. Aber auch grüne Energie muss erst einmal erzeugt werden. So zu tun, als sei das kein Problem, ist schlicht gelogen.

Dazu kommt, dass es einige Überwindung kosten wird, sich in eine fliegende Keksdose zu setzen in der Hoffnung, sie werde beim nächsten Seitenwind, der um die Hochhaus-Ecke pfeift, schon nicht kippeln und abstürzen.

Thales-Chef Patrice Caine sagte der Zeitung "Welt", autonomes Fliegen sei weniger ein Problem der Technik als der Psychologie.

Airbus-Chef Thomas Enders weist zwar darauf hin, dass 90 Prozent der Fehler bei Flugunfällen auf menschliches Versagen zurückzuführen seien. Aber dann mag man sich nicht ausmalen, was passiert, wenn die Luft von schlecht trainierten Piloten bevölkert wird, die ihre nicht-autonomen Flitzer nicht nur in zwei Dimensionen, sondern in drei herumrasen lassen können.

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(poc)