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Nach US-Bombardement: Syrische Kampfjets starten wieder von angegriffenem Stützpunkt

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SYRIEN
Nach US-Bombardement: Syrische Kampfjets starten offenbar wieder von angegriffenen Stützpunkt | dpa
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  • Syrische Kampfjets des von den USA bombardierten Stützpunkts sind offenbar erneut in der Luft
  • Das berichten syrische Aktivisten

Syrische Kampfjets des von den USA bombardierten Luftwaffenstützpunkts sind offenbar erneut zu Einsätzen gestartet.

Zwei Kampfflugzeuge hätten am Freitag von dem Stützpunkt aus Angriffe auf Ziele nahe Palmyra geflogen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das berichtet unter anderem die "Bild"-Zeitung.

Assad offenbar unbeeindruckt

Die USA hatten den Stützpunkt auf Befehl von US-Präsident Donald Trump angegriffen. Bilder zeigten hinterher die zerstörten Landebahnen und Hangars des Flugfelds. Offenbar haben die knapp 60 Raketen, die ein Schiff aus dem Mittelmeer auf den Stützpunkt abfeuerte, keine entscheidenden Schäden angerichtet.

Der Angriff war eine Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien am Dienstag, bei dem rund 80 Menschen ums Leben gekommen waren. Die USA vermuten, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad hinter dem Angriff steckt.

Assad hat sich offenbar nicht von dem Bombardement durch die USA beeindrucken lassen.

USA seien auf weitere Aktionen vorbereitet

Die USA sind nach den Worten ihrer UN-Botschafterin Nikki Haley auf weitere Aktionen vorbereitet. "Wir sind darauf vorbereitet, mehr zu unternehmen, aber wir hoffen, dass das nicht nötig sein wird", sagte Haley am Freitag bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York.

Der Luftangriff sei ein "maßvoller Schritt" und "komplett gerechtfertigt" gewesen. "Es war Zeit 'genug' zu sagen und das nicht nur zu sagen, sondern auch zu handeln."

Syriens Verbündeten Russland griff Haley erneut scharf an. Die russische Regierung trage eine "erhebliche Verantwortung". "Die Welt wartete darauf, dass Russland in Syrien verantwortungsbewusst handelt."

Mit Material der dpa

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(ben)