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06/04/2017 08:00 CEST | Aktualisiert 06/04/2017 08:01 CEST

Grüne wollen Sechsjährige zum Philosophie-Unterricht schicken

Florian Gaertner via Getty Images
GOERLITZ, GERMANY - FEBRUARY 03: A girl raises her hand during a lesson. Feature at a school in Goerlitz on February 03, 2017 in Goerlitz, Germany. (Photo by Florian Gaertner/Photothek via Getty Images)

  • Die Grünen in Nordrhein-Westfalen wollen Philosophie-Unterricht in Grundschulen einführen

  • Das Angebot soll sich an konfessionslose Kinder richten

  • Es gibt bereits einen Lehrplan

Kategorischer Imperativ und dialektischer Materialismus statt Adam und Eva: Die Grünen in Nordrhein-Westfalen wollen Grundschüler zum Philosophieunterricht schicken, berichtet "Die Welt".

Denn es gäbe viele konfessionslose Kinder, die ein Ersatzfach für den Religionsunterricht benötigten, argumentieren die Grünen.

"Es ist wichtig, allen Kindern ein Angebot zu machen, das sich mit Sinn- und Wertefragen beschäftigt", zitiert "Die Welt" die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sigrid Beer. Sie verweist auf die wachsende Zahl an konfessionslosen Kinder. Im Schuljahr 2015/16 seien 18,4 Prozent der Jungen und Mädchen religionslos gewesen, schreibt "Die Welt".

Das Fach hat vorerst den Arbeitstitel "Philosophieren mit Kindern". Bereits gibt es einen Lehrplan. Dieser hat der Münsteraner Philosophieprofessor Klaus Blesenkemper geschrieben.

"Der Philosophieunterricht soll keine Konkurrenz zum Religionsunterricht sein, sondern als Angebot daneben stehen", sagte Beer gegenüber der Zeitung. Aber man wolle so humanitäre und demokratische Werte vermitteln und eine gemeinsame Grundhaltung in der Gesellschaft finden.

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(bp)