Festnahme im Mordfall Bögerl: Noch während "Aktenzeichen XY" lief, rückten die Ermittler aus

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MARIA BOEGERL
Diese nachgestellte Szene von "Aktenzeichen XY" zeigte die Entführung von Maria Bögerl | ZDF/ Aktenzeichen xy
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  • Im Fall der vor sieben Jahren ermordeten Maria Bögerl hat es eine Festnahme gegeben
  • Ein Hinweis dazu kam nach einem Aufruf in der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst"
  • Eine DNA-Probe des Verdächtigen war jedoch negativ, der Mann bestreitet die Tat

Knapp sieben Jahre nach dem Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl aus Heidenheim hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das bestätigte das Bundeskriminalamt am frühen Donnerstagmorgen auf dpa-Nachfrage.

Eine DNA-Probe des Verdächtigen war jedoch negativ. Das erfuhr die dpa aus Ermittlerkreisen. Der am Mittwochabend festgenommene Mann komme daher kaum noch als Täter in Frage, hieß es.

Seine DNA wurde mit der Erbsubstanz verglichen, die im Auto der entführten und umgebrachten Maria Bögerl gesichert worden war.

Der Mann soll in betrunkenem Zustand vor Zeugen erklärt haben, er habe die Frau erstochen. Er bestritt aber im Verhör, an der Entführung und Ermordung der Frau beteiligt gewesen zu sein, wie ein Sprecher der Anklagebehörde in Ellwangen mitteilte.

Suche auch per "Aktenzeichen XY"

Die Polizei hatte mithilfe eines Aufrufs öffentlich nach dem Mörder von Bögerl gesucht, unter anderem auch am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst".

Am Ende der Sendung hieß es bereits, es habe "eine Reihe von Hinweisen" aus dem TV-Publikum gegeben, erste Überprüfungen konkreter Personen seien bereits am Abend angelaufen.

Nach der Entführung Bögerls im Mai 2010 hatten die Täter 300.000 Euro verlangt. Die Übergabe des Lösegelds scheiterte, Anfang Juni fand ein Spaziergänger dann die verweste Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim.

Bögerl, zweifache Mutter, war erstochen worden. Ihr Ehemann tötete sich später selbst. Er war in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein.

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