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Platzwunder: Der Autohersteller Mini baut jetzt auch Häuser

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Der Kleinwagen-Hersteller Mini arbeitet mit seinem Projekt "Mini Living" an kreativen Lösungen für die wohl größten Probleme moderner Metropolen: Platzmangel und verschmutzte Luft.

Dabei geht es nicht um Autos, sondern um effizient genutzten Wohnraum. Zusammen mit dem Architektenbüro SO-IL aus New York hat Mini einen Haus-Prototypen namens "Breathe", also zu deutsch Atmen, entwickelt. Er ist derzeit auf der Mailänder Design-Woche zu sehen.

Viel Luft, aber wenig Privatsphäre

Wie bei seinen berühmten Kleinwagen verspricht Mini dabei eine "kreative Verwendung des Raums".

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Quelle: Mini.com

Auf drei Stockwerken sollen Menschen hier leben können, eine Wendeltreppe verbindet die Etagen. Die Außenwand des Hauses besteht aus einem Maschennetz, das Abgase aus der Luft filtern soll. Oben auf dem Dach wachsen Pflanzen, ein Tank sammelt Regenwasser. Ein angenehmer und umweltfreundlicher Mikrokosmos soll so entstehen.

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Quelle: Mini.com

Viel Licht, gute Luft - allerdings wenig Privatsphäre. Dass die Maschen so gut wie durchsichtig sind, dürfte viele mögliche Bewohner abschrecken. Aber der Prototyp sei auch gar nicht als definitive Lösung gedacht, heißt es in einer Pressemitteilung von Mini, sondern als ein Experiment.

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"Wir sehen die Installation als aktives Ökosystem"

Der Prototyp kann leicht zusammengebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Die Außenwand könne dabei an das jeweilige Klima angepasst werden.

"Wir sehen die Installation als aktives Ökosystem. Sie soll positiv zum Leben und zur Erfahrung der dort lebenden Menschen und dem urbanen Mikroklima beitragen", sagt Oke Hauser, kreativer Kopf von Mini Living, gegenüber dem US-Design-Magazin "Dezeen".

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(ben)