Schauspielerin Felicitas Woll setzt starkes Zeichen gegen Cybermobbing

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Als ein Nacktbild ihrer Tochter Lara (Aleen Kötter, r.) im Internet veröffentlich wird, ist Charlotte (Felicitas Woll) schockiert

Das Nacktbild eines Mädchens taucht im Internet auf. Sie wird im Netz und in ihrer Schule verspottet, ihre Eltern erpresst. Doch der Kampf gegen den Hacker erweist sich als aussichtlos - denn das Netz vergisst nie. Kein einfaches Thema, das sich Sat.1 für den Dienstagabend ausgesucht hat. Doch Cybermobbing ist nun mal aktueller denn je - ein Grund, wieso der Sender sich für das Drama "Nackt. Das Netz vergisst nie" (ab 20:15 Uhr) entschieden hat:

"Ein ernstzunehmendes Problem"

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"Cybermobbing ist in den letzten Jahren ein ernstzunehmendes, gesellschaftliches Problem geworden, das nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene aller Altersgruppen betrifft", erklärt Sat.1-Geschäftsführer Karten Pflüger. "Als großer Sender wollen wir mit unserem Programm die Zuschauer auch für Themen wie dieses sensibilisieren."

Doch was ist Cybermobbing genau? Laut der EU-Initiative klicksafe.de versteht man darunter das absichtliche Bedrohen, Beleidigen, Bloßstellen oder Belästigen einer Person mit Hilfe der neuen Kommunikationsmedien. Durch die Anonymität im Netz nimmt diese Art von Mobbing oft ein enormes Ausmaß an. Der aktuellen JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest zufolge kennen 34 Prozent der 12- bis 19-Jährigen bereits jemanden im Bekanntenkreis, der schon Opfer einer Cybermobbing-Attacke wurde.

Härtere Kontrolle und größere Aufmerksamkeit

Das zeigt, wie präsent das Thema tatsächlich ist. Für Schauspielerin Felicitas Woll (37, "Die Ungehorsame") ein Grund, wieso es deutlich mehr Kontrollen geben müsste. "Postings und Kommentare, die gegen die Richtlinien verstoßen, müssten direkt gelöscht und die Urheber zur Verantwortung gezogen werden", fordert die 37-Jährige. Sie spielt im Film die verzweifelte Mutter, die mit allen Mitteln versucht, ihre Tochter zu schützen.

"Was Mobbing im Netz anrichten kann, hat man schon zu oft in den Nachrichten gelesen. Kinder und Jugendliche nehmen sich das Leben, da sie keinen Ausweg mehr sehen", erklärt Woll. Das dürfe nicht sein und sollte eine viel größere Aufmerksamkeit bekommen. Und für genau die dürfte "Nackt. Das Netz vergisst nie" sorgen.