Dank dieser Pflanze könnte euer Smartphone-Akku künftig viel länger halten

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WESTERN SWORDFERN
Dank dieser Pflanze könnte dein Smartphone-Akku künftig viel länger halten | Wikipedia
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Früher hielt der Akku von Handys von tagelang, im Falle des legendären Nokia 3310 sogar wochenlang. Doch je leistungsstärker die Smartphones wurden, desto häufiger mussten sie geladen werden. So zumindest die gängige Beobachtung.

Nun könnten Forscher des australischen Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) eine Lösung für dieses Problem gefunden haben.

Und für die ließen sich die Wissenschaftler von einer unscheinbaren Pflanze inspirieren.

3000 Prozent längere Akkulaufzeiten

"Die Blätter des Westamerikanischen Schwertfarns sind von einer Vielzahl von Äderchen durchzogen. So kann die Pflanze äußerst effizient Energie speichern und Wasser transportieren", erklärt Min Gu. Er ist Leiter des Labors für Künstliche Intelligenz und Nanophotonik am RMIT.

Gus Team entwickelte eine Elektrode, die auf den Formen dieser Äderchen des Farns basiert. Die Strukturen würden sich selbst vervielfältigen, genauso wie die Mini-Gerüste in Schneeflocken, beschreiben die Forscher. "Wir nutzen dieses natürliche und effiziente Design, um unsere Solarspeicher auf Nano-Ebene zu verbessern", erläutert Gu.

Durch die so entwickelten Elektroden könnten die Akkulaufzeiten in modernen Handys extrem verlängert werden. "Unsere Experimente haben gezeigt, dass unser Prototyp die Speicherkapazität radikal erhöhen kann - auf 30 mal mehr als die in aktuellen Akkus", sagt Gu.

Das würde tagelange Laufzeiten bedeuten.

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Links: The Prototyp der Elektrode mit nebenliegender Solarzelle. Rechts: Ein Blatt des Westamerikanischen Schwertfarns in 400-facher Vergrößerung. Das Bild zeigt das Frakturmuster der Adern.

Seine wahre Stärke spielt der Akku-Prototyp aber erst in Kombination mit einer Solarzelle aus.

Zukunft der selbstversorgenden Geräte?

Denn da die Elektrode aus leichten Kohlenstoff-Graphen besteht, könnte sie völlig neue Wege in der Entwicklung von flexiblen und dünnen Energiespeichern eröffnen.

In Verbindung mit einem Solar-Panel würde uns das ein Stück näher an sich selbst versorgende Smartphones, aber auch Laptops, Fahrzeuge und Gebäude bringen, sagen die Entwickler.

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(jg)