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Islamische Schule in Schweden lässt Mädchen nicht mehr vorne in den Bus einsteigen

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SCHOOL BUS
An einer islamischen Schule in Schweden dürfen Mädchen nur hinten in den Bus einsteigen (Symbolbild) | The Washington Post via Getty Images
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  • Laut einem TV-Bericht müssen Mädchen an einer islamischen Schule in Schweden an der hinteren Tür in den Bus steigen
  • Der schwedische Premierminister Löfven nannte die Aufteilung nach Geschlecht "widerlich"

Ein TV-Bericht sorgt für Empörung in Schweden. An einer privaten islamischen Schulen müssen Mädchen demnach hinten in den Schulbus steigen, während die Jungen die erste Tür nehmen dürfen.

Das hatte die Sendung "Kalla Fakta" (zu deutsch: Kalte Fakten) des schwedischen Fernsehsenders TV 4 berichtet. Die Dokumentation soll am Dienstagabend ausgestrahlt werden.

"Das ist widerlich"

Der Premierminister Schwedens, Stefan Löfven, reagierte geschockt auf den Bericht. Es sei "widerlich", dass Mädchen und Jungen an islamischen Schulen voneinander getrennt werden, sagte er am Dienstag. "Es gehört nicht zu Schweden", Schulkinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren nach Geschlecht derart aufzuteilen.

Der Direktor der betreffenden Schule, Roger Lindquist, sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, die Verwaltung habe von der Aufteilung nichts gewusst.

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(jg)