Medienberichte: Bombenexplosion in St. Petersburger U-Bahn - mehrere Tote

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  • Eine Bombenexplosion in einer U-Bahnstation hat St. Petersburg erschüttert
  • Mindestens neun Menschen starben, zahlreiche sollen verletzt sein
  • Die Polizei hat zudem eine nicht-detonierte Bombe entdeckt

Bei einer Sprengstoffexplosion in der U-Bahn der russischen Stadt St. Petersburg sind mindestens neun Menschen getötet worden. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass am Montag.

Etwa 20 Menschen seien verletzt worden. Den Angaben nach explodierte ein mit Schrapnellen gespickter improvisierter Sprengsatz in einem Zug auf der Fahrt zwischen zwei Stationen im Zentrum (siehe Video oben).

Ein weiterer, nicht explodierter Sprengsatz sei entdeckt worden. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Behördenquellen in der russischen Millionenstadt.

Russische Medien verbreiteten ein Foto, das den entschärften Sprengkörper zeigen soll.

Gefunden wurde die Bombe demnach in der Metrostation Ploschtschad Wosstanija (Platz des Aufstands), die direkt unter dem größten Bahnhof der Stadt liegt.

Präsident Wladimir Putin war am Montag in St. Petersburg, hielt sich aber nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna auf. Putin sagte, es werde wegen eines möglichen Terroranschlags ermittelt. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, wie verschiedene Medien berichteten.

Bis zu 300 Gramm Dynamit

Behördenquellen schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm Dynamit. Sieben U-Bahn-Stationen im Zentrum der Fünf-Millionen-Stadt wurden geräumt, schreibt die Nachrichtenagentur dpa.

petersburg zerstört

Der genaue Hintergrund der Explosion war zunächst unklar. In der Vergangenheit hatte es mehrere Anschläge auf die U-Bahn in Moskau mit zahlreichen Toten gegeben. In St. Petersburg gab es bislang keine Anschläge.

ZDF schreibt, heute seien alle Metros in St. Petersburg geschlossen:

Auch am St. Petersburger Flughafen Pulkowo wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Bisher sind die Berichte nicht bestätigt. Das Bild in diesem Tweet soll den Ort des Unglücks zeigen:

Dieses Video soll die Szenen in der U-Bahn zeigen:

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