"New Yorker" und "Economist" rechnen scharf mit Donald Trump ab

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  • Die renommierten Polit-Magazine "Economist" und "New Yorker" greifen Donald Trump scharf an
  • Auf ihren Titelblättern spielen sie auf das liebste Hobby des Präsidenten an: Golf
  • Medien hatten zuletzt bereits berechnet, wie viel Zeit Trump beim Golfspielen verbringt
  • Seine politische Bilanz ist derweil miserabel

Es war ein klassischer Fehlstart. US-Präsident Donald Trump ist in den ersten 70 Tagen im Amt mit den meisten Dingen gescheitert, die er großspurig angekündigt hatte.

Zu Buche stehen ein mehrmals gekipptes Einreisedekret, die vermasselte Gesundheitsreform und dubiose Verbindungen nach Russland, die den Präsidenten und sein Team in schwere Bedrängnis bringen.

Doch statt alles zu tun, um gegen die Regierungskrise der USA anzukämpfen, sieht man Trump dieser Tage vor allem auf dem Golfplatz. Zu Beginn des vergangenen Monats errechneten Medien: Der US-Präsident hat fast ein Drittel seiner Zeit seit Amtsantritt im Urlaub verbracht.

Ganze dreizehn Mal verschlug es ihn dabei auf den Golfplatz.

Auch das britische Wirtschaftsmagazin "Economist“ und das US-Magazin "New Yorker“ rechnen nun böse mit dem Republikaner ab – und spielen dabei auf sein heikles Hobby an.

"Trump ist eine Niete"

"Die Trump-Präsidentschaft befindet sich in einem Loch“, befinden die Briten. Der "New Yorker“ zeigt Trump auf seinem neusten Titel in voller Golf-Montur, wie er Bälle in Richtung Weißes Haus schlägt – und die Fenster seines eigenen Regierungssitzes zerstört.

Der "Economist“ warnt in seinem Leitartikel: "Ein schwacher Präsident kann gefährlich sein – stellen Sie sich einen Handelskrieg vor, eine Krise in den baltischen Staaten, oder auf der koreanischen Halbinsel.“

Trump habe in seinen ersten Monaten im Amt feststellen müssen, dass man als Politiker und Geschäftsmann vollkommen anders agieren muss. "Wenn man ein Grundstücksgeschäft in den Sand setzt, kann man immer einen anderen Doofen finden. In der Politik kann man nicht so einfach vom Verhandlungstisch aufstehen“, schreibt der "Economist“.

Besonders der Ärger um die US-Gesundheitsreform hat in der vergangenen Woche scharfe Kritik am Präsidenten hervorgerufen. Zweifel an der Durchsetzungsfähigkeit des US-Präsidenten Donald Trump nagten auch am Optimismus der Anleger.

Sie zogen sich nach dem vorläufigen Scheitern der Gesundheitspläne der US-Regierung aus riskanteren Anlagen wie Aktien zurück. Dafür profitierten die als sicher geltenden Staatsanleihen sowie Gold. Der US-Dollar steht unter Druck.

Der Illustrator des "New Yorker“ - Covers, Barry Blitt, erklärte sein Titelbild: "Das Wort 'Duffer’ (zu Deutsch etwa: Niete) bezeichnet eine Person, die unerfahren in etwas ist, vor allem beim Golfspielen. Genau das Wort kommt mir in den Sinn, wenn ich Präsident Trump beobachte, wie er einen Drive nach dem anderen durch die Glasfenster der US-Politik schlägt.“

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(ame)