Forscher entdecken einzigartiges Gift in Fisch - das könnte bald Menschen helfen

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MEIACANTHUS
Säbelzahnschleimfische spritzt anderen Fischen sogenannte opiatartige Peptide, die wirken wie Heroin oder Morphium und Schmerz eher hemmen als verursachen | Robert Myers via Getty Images
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  • Säbelzahnschleimfische spritzt anderen Fischen sogenannte opiatartige Peptide
  • Aus ihrem Gift könnten Mediziner ein neues Schmerzmittel entwickeln
  • Der Fall zeigt, warum Naturschutz für unsere Gesundheit so wichtig ist

Eher unscheinbare Fische aus dem Pazifik lassen Mediziner auf die Entwicklung neuer Schmerzmittel hoffen. Säbelzahnschleimfische der Gruppe Meiacanthus können einer Studie zufolge Angreifer mit einem einzigartigen Gift lähmen. Es soll ähnlich wie Heroin wirken.

Die Giftdrüsen sind in verlängerten bogenförmigen Eckzähnen im Unterkiefer versteckt, wie das Team um Bryan Fry von der australischen University of Queensland im Fachblatt "Current Biology" schreibt.

Fisch jagt mit Gift, das wie Morphium wirkt

"Der Fisch beißt seine Angreifer und spritzt in andere Fischen sogenannte opiatartige Peptide. Diese wirken wie Heroin oder Morphium und hemmen eher Schmerzen als diese zu verursachen", wird Fry in einer Mitteilung seiner Universität zitiert.

Das sei äußerst ungewöhnlich. Höchstwahrscheinlich lässt die Beiß-Attacke den Blutdruck sinken, die Opfer werden in ihren Bewegungen deutlich langsamer und wirken benommen. "Indem sie Angreifer abbremsen, haben die Säbelzahnschleimfische eine Chance zu entkommen", sagt Fry.

fisch

Die nur etwa fünf Zentimeter kleinen Säbelzahnschleimfische (Nemophini) kommen im Pazifik vor, unter anderem am Great Barrier Reef, dem weltgrößten Korallenriff vor der Küste Australiens.

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Weshalb Naturschutz auch für Menschen wichtig ist

Die Fische werden auch in Aquarien gehalten. Wegen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef - dem Absterben von Korallenstöcken durch hohe Wassertemperaturen - wird befürchtet, dass dort auch mehr und mehr Fischarten verschwinden.

Das einzigartige Gift der Fische könne möglicherweise zur Entwicklung neuer Schmerzmittel verwendet werden, sagt Fry. "Die Studie bietet ein gutes Beispiel dafür, warum wir die Natur schützen müssen." Wenn die Menschen das Great Barrier Reef verlieren, würden sie auch sie auch Fische wie die Säbelzahnschleimfische mit ihrem einzigartigen Gift verlieren. Und das könnte die Grundlage für den nächsten erfolgreichen Schmerzstiller sein, sagt der Forscher.

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