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"Ghost in the Shell" im Kino: Darum lohnt sich die Real-Verfilmung des Anime

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GHOST
Major (Scarlett Johansson) ist ein Cyborg auf Verbrecherjagd. Doch wer ist für ihren mechanischen Körper, ihre ‘Shell’, verantwortlich? Ghost in the Shell ist neu im Kino | Paramount Pictures
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  • Der Kinofilm der Woche am 30. März
  • Filmfans sagen: "Ghost in the Shell" sollte man auf keinen Fall verpassen
  • Ein Cyborg geht auf Identitätssuche

Jede Woche kommen neue Filme ins Kino - doch welche sollte man auf keinen Fall verpassen? isnotTV, Partner von Huffington Post stellt euch hier jede Woche den Kinofilm der Woche vor. Wir haben für euch den absoluter Hingucker, den ihr nicht versäumen solltet.

Start des neuen Live-Action-Films am Donnerstag, den 30. März:

Der 1990er-Jahre-Anime "Ghost in the Shell" kehrt in dieser Woche als Live-Action-Adaption auf die Kinoleinwand zurück. Regisseur Rupert Sanders hat die Serie als düsteren Science-Fiction-Actionfilm inszeniert, in dem Cyborg Major (Scarlett Johansson) nach ihrer wahren Identität sucht.

Darum geht's in "Ghost in the Shell"

In einer düsteren Zukunft hat sich die Menschheit weiter optimiert. Die Körper sind ersetzt durch Maschinen, sogenannte “Shells"; einziges menschliches Relikt bleiben die Gehirne, bezeichnet als “Ghosts”, die den Cyborgs ihre Persönlichkeit verleihen.

Der verwirklichte Traum ewiger Jugend bietet allerdings auch das perfekte Ziel für Hacker-Angriffe. Die Cyborg-Eliteeinheit Seciton 9 - angeführt von Major (Scarlett Johansson) - wird ausgesandt, als bei einem Anschlag die Ghosts verschiedener Cyborgs gehackt werden. Die Mission führt Major allerdings auf einen ungeahnten Pfad: die Spuren zu einer Vergangenheit, die ihr genommen wurde.



Anime-Fans kritisieren “White Washing”

Scarlett Johansson spielt in "Ghost in the Shell" einen Cyborg, der im ursprünglichen Anime Major Motoko Kusanagi hieß. Die Ankündigung dieser Besetzung sorgte vor den Dreharbeiten für große Empörung: Denn Fans der Serie waren der Meinung, ihre Anime-Heldin müsste von einer asiatischen Schauspielerin gespielt werden.

Die Kritik gipfelte schließlich in einer Petition, die Majors Umbesetzung bewirken sollte.

Mamoru Oshii, der Regisseur des Anime-Klassikers meinte zu dem Vorfall jedoch, der Vorwurf des “White Washings” - also das bewusste Ersetzen eines asiatischen durch einen weißen Charakter - sei für seine Heldin unhaltbar. Sie sei schließlich ein Cyborg und ihr maschineller Körper über menschliche Definitionen von Rasse erhaben.

Und obwohl Oshii Scarlett Johansson als sehr gute Besetzung bezeichnet hat, dürften einige Fans weiterhin unzufrieden mit der US-Amerikanerin sein. Auch wenn Johansson mit ihrem Bob-Haarschnitt und dem schwarzen Cyborg-Kampfanzug viel Ähnlichkeit mit der Anime-Vorlage hat.

Der Kinofilm "Ghost in the Shell" bietet neben einer prominenten Schauspielerin auch viel Action und aufwendige CGI-Elemente. Auch die lebensphilosophischen Fragen des Films sind in einer Zeit, da die Menschen mehr denn je nach dem perfekten Körper streben, von großer Relevanz. "Ghost in the Shell" ist deshalb nicht nur Anime-Liebhaber, sondern alle Science-Fiction-Fans ein absolutes Muss.