Parteichefin Frauke Petry erwägt Rückzug aus der AfD

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  • AfD-Chefin Petry erwägt einen Rückzug aus der Partei
  • Es sei sinnvoll, das eigene Leben von Zeit zu Zeit zu überdenken
  • Was ein AfD-Experte über Petrys Aussagen denkt, seht ihr im Video

Frauke Petry, Bundessprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), denkt über einen Rückzug aus der Partei nach. "Weder die Politik noch die AfD sind für mich alternativlos", sagte Petry dem Berliner "Tagesspiegel". Es sei sinnvoll, das eigene Leben von Zeit zu Zeit zu überdenken und neu zu justieren.

"So halte ich das auch jetzt, nach mehr als vier Jahren in der AfD, die einen enormen Kraftaufwand bedeutet haben und den Abschied von einem geregelten Leben."

Angriffe nicht persönlich nehmen

Mit Blick auf Anfeindungen auch aus den eigenen Reihen sagte Petry, man dürfe Angriffe in der Politik nicht persönlich nehmen, "sonst hält man es nicht lange aus".

Allerdings müsse jeder Politiker zugeben, dass ihn die Auseinandersetzungen auch persönlich berührten: "Alles andere wäre gelogen."

Bei der Wahl zum Parteivorsitz der AfD war Petry am Sonntag überraschend in Tränen ausgebrochen.

Machtkampf um die Parteiführung

In der AfD toben bereits seit Monaten offene Machtkämpfe. Petry hat das Vertrauen beim rechten Flügel der Partei verloren. Auch Petrys Co-Chef Jörg Meuthen und Partei-Vize Alexander Gauland machen offen gegen Petry Front.

Die Kritiker der Politikerin werfen ihr vor, die AfD für sich vereinnahmen zu wollen. Mit ihrer Haltung gegen den der Thüringer AfD-Skandal-Politiker Björn Höcke spaltet Petry die Partei.

Das interne Hin und Her in der AfD schlägt sich derweil deutlich negativ in den Umfragewerten nieder. Das Institut Allensbach sieht die AfD auf Bundesebene nur noch bei sieben Prozent – und somit wieder hinter Grünen und Linken.

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