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Entwicklungsminister rechnet 2017 mit drastischem Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Afrika

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REFUGEES ITALY
A migrant waits to disembark from the rescue vessel Responder, a rescue boat run by the Malta-based NGO Migrant Offshore Aid Station (MOAS) and the Italian Red Cross (CRI), in the Italian harbour of Vibo Marina, Italy, October 22, 2016. Yara Nardi/Italian Red Cross press office/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. TPX IMAGES OF THE DAY | Handout . / Reuters
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  • Entwicklungsminister Müller rechnet mit einem Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Afrika
  • In den ersten Monaten dieses Jahres habe sich deren Zahl verdoppelt
  • Bis zu 400.000 Menschen könnten mit Booten nach Italien übersetzen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erwartet in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge aus Afrika, die übers Mittelmeer nach Italien gelangen. In den ersten drei Monaten des Jahres habe sich deren Zahl verdoppelt.

"Wenn wir das hochrechnen, könnten in diesem Jahr 300.000 bis 400.000 Menschen in Italien ankommen", sagte Müller der "Rheinischen Post".

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Europa brauche einen neuen Ansatz für Afrika, wenn nicht weitere Hunderttausende oder gar Millionen kommen sollten. Dazu gehöre die Chance afrikanischer Länder, über einen kompletten Marktzugang in Europa Geld zu verdienen.

Trotz deutlich zurückgegangener Flüchtlingszahlen ertrinken immer noch viele Migranten im Mittelmeer. Seit Jahresbeginn seien 649 Schutzsuchende ums Leben gekommen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit.

Allein auf der zentralen Mittelmeer-Route nach Italien seien 590 Menschen gestorben, 418 mehr als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres.

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