Martin Schulz twittert zum Thema Gleichberechtigung - die Antwort von CDU-Generalsekretär Tauber hat es in sich

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Martin Schulz twittert zum Thema Gleichberechtigung - die Antwort von CDU-Generalsekretär Tauber hat es in sich | Twitter
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Twitter ist so etwas wie die Soap-Opera-Abteilung der deutschen Politikwelt. Meistens sorgen darin B-Promis wie Beatrix von Storch oder Ralf Stegner für gute, wenn auch leicht absurde Unterhaltung.

Am Dienstag jedoch waren gleich zwei Politstars Teil einer skurrilen Twitter-Episode: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und CSU-Generalsekretär Peter Tauber.

Schulz twitterte am Nachmittag in leicht nebulösem Duktus: "Man kann mich als Mann nicht schlimmer beleidigen, als wenn man mich wegen meines Geschlechts einer Frau vorzieht. Wir haben viel zu tun!"

Der SPD-Hoffnungsträger wollte damit zum Ausdruck bringen: Die Diskriminierung gegen Frauen geht auch Männer was an - und sollte diese gerade dann stören, wenn sie davon profitieren.

Peter Tauber landet einen Wirkungstreffer

Schulz hat natürlich ganz recht damit, die Benachteiligung von Frauen anzuprangern. Sein Tweet rief jedoch auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber auf den Plan - und der wendete Schulz Worte geschickt bis perfide gegen ihn.

"Nicht beleidigt sein", antwortete Tauber auf Schulz Tweet, "die meisten ziehen eh Angela Merkel vor."

Sollte heißen: Gleichberechtigung hin oder her, bei der Wahl zwischen Schulz und Merkel müsse sich der SPDler keine Sorgen um einen unlauteren Vorteil wegen seiner Männlichkeit machen - die Kanzlerin würde ihn auch so besiegen.

Ein echter Wirkungstreffer von Tauber, auf den Schulz zunächst nicht reagierte. Vielleicht tut er es ja in einer der nächsten Episoden der deutschen Twitter-Soap-Opera.

Dranbleiben lohnt sich.

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