WIRTSCHAFT
28/03/2017 21:10 CEST

Analysten erwarten "Super-Zyklus" an der Börse für Apple - und viel mehr iPhone-Verkäufe als bisher erwartet

Issei Kato / Reuters
Analysten erwarten "Super-Zyklus" an der Börse für Apple - und viel mehr iPhone-Verkäufe als bisher erwartet

  • Apple-Analyst Rod Hall glaubt an 265 Millionen verkaufte iPhones im Jahr 2018

  • Der Börsenwert des Tech-Giganten steigt daher weiter

  • Grund sind die hohen Erwartungen an das neue iPhone, das im Herbst erscheinen soll

Totgesagte leben länger - das gilt nicht nur für James Bond, sondern offenbar auch für Apple. Noch im letzten Herbst verkündeten selbsterklärte Experten das Ende des Aufstiegs. Jetzt zeigt sich: das wertvollste Unternehmen der Welt wird immer wertvoller.

Seit dem Apple CEO Tim Cook vor rund sieben Wochen die Zahlen aus dem ersten Quartal des neuen Börsenjahres verkündete, hat das Unternehmen einen Lauf an der Börse. Und der kennt bisher auch kein Ende.

Ein neuer Analysten-Bericht könnte den Positivtrend noch verstärken: Rod Hall, Apple Analyst von der US-Bank JP Morgan, hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2018 gerade von 245 auf 260 Millionen verkaufte iPhones angehoben. Das hebt das prognostizierte Kursziel von 142 auf 165 Dollar an.

Apple ist 740 Milliarden Dollar an der Börse wert

Seit Anfang des Jahres ist die Apple-Aktie um 22 Prozent gestiegen, der Tech-Gigant aus Cupertino hat ganze 120 Milliarden Dollar an Börsenwert gewonnen und ist damit aktuell 740 Milliarden Dollar schwer.

Natürlich haben diese überdimensionalen Zahlen etwas mit dem neuen iPhone zu tun. Seit Monaten spekuliert die Tech-Szene über das neue Super-Modell des Apple-Flaggschiffs.

Rod Hall ist nicht der einzige Analyst, der in diesem Jahr viel aus Cupertino erwartet. Die Tech-Expertin Katy Huberty von Morgan Stanley glaubt an einen “Super-Zyklus”. Das neue iPhone werde mit OLED-Display, 3D-Sensoren, kabellosem Aufladen und verbesserter Software im Bereich künstliche Intelligenz sehr innovativ, sagte sie in einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CNBC.

Huberty ist aber auch der Meinung, dass die Börse diese disruptive Kraft noch gar nicht richtig einschätzen kann. Sie schätzt, dass die Apple-Aktie dann um vieles mehr zulegen wird, als die Wall Street im Moment erwartet.

2016 “nur" 212 Millionen iPhones verkauft

Mehr zum Thema: Wieso das neue iPhone die Welt genauso revolutionieren könnte wie das erste iPhone

Apples Erfolg hängt vom iPhone ab. Das Unternehmen hat es noch nicht geschafft, sich durch andere Geschäftsbereiche ein zweites Standbein aufzubauen, das ähnlich lukrativ ist.

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Im vergangenen Jahr waren die Verkäufe des Aushängeschilds des Unternehmens erstmal seit 2007 zurückgegangen. Der Konzern verkaufte “nur” 212 Millionen seiner Smartphones - und die Aktienwerte gingen zurück. So weit, dass viele schon Nachrufe auf die Tech-Legende in der Schublade hatten.

Doch die können da, wenn man den den Analysten vertraut, getrost liegen bleiben.

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(jg)

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