So kann Sportbekleidung der Umwelt schaden - doch es gibt Alternativen

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Auch Model Martha Hunt legt Wert auf funktionale Gymwear, die gleichzeitig cool aussieht

Die Luft wird dank hoher CO2-Belastung immer dreckiger, in den Meeren wimmelt es nur so vor Plastikmüll und die Ressourcen werden immer knapper. Zeit zu handeln! Immer mehr Menschen versuchen deshalb jetzt nachhaltig zu leben und die Umwelt durch bewusste Entscheidungen im Alltag zu schonen.

Das funktioniert auch in Sachen Mode, indem man auf Günstig-Waren von großen Modehändlern verzichtet. Denn: Die lassen ihre Kleidung häufig in Billiglohnländern wie Bangladesch produzieren, zahlen den Arbeitern keine fairen Löhne und verwenden oftmals synthetische Fasern, die schlecht für Mensch und Umwelt sind. Was die wenigsten wissen: Mittlerweile gibt es nicht nur jede Menge Boutiquen und Online-Händler für grüne Mode, auch eco-freundliche Sportbekleidung ist immer gefragter!

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Wie Sportkleidung der Umwelt schadet

Wer regelmäßig Sport treibt, hat viele Ansprüche an seine Gymwear: Funktional soll sie sein, bequem, dehnbar und am besten noch schweißabsorbierend, atmungsaktiv und schnelltrocknend. Und nicht zu vergessen: stylisch! Dafür setzt die Branche auf immer leistungsfähigere Synthetik-Materialien. Das Problem: Häufig basieren sie auf Erdöl, dessen Förderung massive Umweltschäden nach sich zieht. Zudem sind erdölbasierte Kunstfasern nicht biologisch abbaubar und die darin enthaltenen Schadstoffe können eine ernste Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Diese Händler setzen auf Nachhaltigkeit

Wer die Umwelt- und Gesundheitsschäden nicht in Kauf nehmen möchte, hat mittlerweile eine recht große Auswahl an fairen Sportlabels. Das bayerische Yogalabel "Mandala" bietet etwa ein großes Sortiment an schicken Tops und Sport-BHs, atmungsaktiven Tights mit trendy Mesh-Einsätzen und sogar Accessoires wie Meditationskissen aus ökologischer Baumwolle - und das alles zu moderaten Preisen. Mandala setzt auf Stoffe wie Tencel, einem saugfähigen Material botanischen Ursprungs, das aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen wird. Oder auch auf biologisch abbaubares Modal, eine Naturfaser, die aus österreichischem Buchenholz gewonnen und CO2 neutral hergestellt wird.

Nachhaltige Laufbekleidung findet man zum Beispiel bei Kossmann. Die Shirts, Jacken und Hosen werden allesamt aus Stoffen aus Österreich und Italien gefertigt, genäht wird im Großraum Chemnitz. Das gesamte Sortiment ist Öko-Tex-zertifiziert. Bei Patagonia gibt es etwa eine riesige Auswahl an Sport- und Outdoorbekleidung für Männer, Frauen und Kinder, die unter anderem aus Naturfasern wie Hanf oder Bio-Baumwolle gefertigt wird oder auch aus sogenanntem "Recycling-Polyester", das aus wiederverwerteten Plastikflaschen gewonnen wird. Zudem spendet Patagonia 1% seines Umsatzes für Umweltorganisationen in aller Welt.