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Lufthansa interessiert an Hyperloop - auf diesen Strecken könnte der Superzug bald das Flugzeug ersetzen

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HYPERLOOP
Lufthansa interessiert an Hyperloop - auf diesen Strecken könnte der Superzug bald das Flugzeug ersetzen | Monica Almeida / Reuters
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  • Die Lufthansa interessiert sich offenbar für die Hyperloop-Technologie
  • Das Konzept von Elon Musk funktioniert wie eine Art menschliche Rohrpost
  • Der Hochgeschwindigkeitszug könnte den Flugverkehr auf einigen deutschen Strecken ersetzen

Schneller als mit dem Flugzeug, billiger als mit der Bahn - und weitaus umweltfreundlicher. Hyperloop, so heißt die Technologie, die Tesla-Gründer Elon Musk entwickelt hat, wäre eine Revolution der Fortbewegung.

Der "Superzug" funktioniert wie eine menschliche Rohrpost. Die Idee: Passagiere werden dabei in Kapseln, die auf einem Luftkissen schweben, mit bis zu 1500 Kilometern pro Stunde durch eine Vakuumröhre transportiert.

Und jetzt will offenbar auch die Lufthansa einsteigen in den Hype um den Hyperloop. “Hyperloop ist eine wichtige Entwicklung, die wir uns genau anschauen”, sagte ein Lufthansa-Sprecher der Zeitung “Bild am Sonntag”. “Wir sprechen zu dem Thema mit entsprechenden Personen.”

Hyperloop auf vier Strecken in Deutschland?

Verschiedene Unternehmen arbeiten am Hyperloop-Konzept an Transportkapseln - unter anderem die kalifornische Firma Hyperloop Transportation Technologies (HTT), mit der nun der Lufthansa Innovation Hub in Berlin zusammenarbeitet.

Die Lufthansa habe auch errechnet, auf welchen Strecken der Hyperloop als Ersatz für herkömmliche Flugverbindungen in Frage käme, schreibt die “Bild am Sonntag”. Vier Strecken stufte der Innovation Hub als potenziell interessant ein: Berlin-München, Berlin-Köln, Düsseldorf-München und Hamburg-München.

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Allerdings ist die Technik noch weit von der Marktreife entfernt. HTT lässt gerade die erste Kapsel bauen, die im Originalmaßstab getestet werden soll. Kritiker halten das Konzept für Utopie.

"Die Regulierung hält nicht Schritt mit der Innovation"

Experten halten die Technologie entweder für physikalisch machbar, aber finanziell nicht umsetzbar, oder sogar für komplett unrealistisch. Außerdem zweifeln sie, ob es überhaupt möglich ist, ausreichende Sicherheit für die Passagiere zu gewährleisten.

HTT-Chef Dirk Ahlborn kritisierte inzwischen die Passivität der deutschen Politik. "Die Technik ist nicht unser Problem, das Geld ist nicht unser Problem. Unser Problem ist, dass die Regulierung nicht Schritt hält mit der Innovation“, sagte er der “Bild am Sonntag”. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) besuchte die Firma im vergangenen Jahr. "Dobrindt war sehr interessiert, hat sich danach leider nie wieder gemeldet“, sagt Aalborn.

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