Unions-Fraktionschef Kauder: "SPD will sich Kommunisten an den Hals werfen"

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VOLKER KAUDER
Volker Kauder: "Die Schulz-SPD scheint bereit zu sein, sich den Kommunisten an den Hals zu werfen" | Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • An diesem Sonntag wird im Saarland gewählt
  • Martin Schulz steht nicht auf den Stimmzetteln - trotzdem greift ihn Unions-Fraktionschef Kauder scharf an
  • Der Grund: Bei der Wahl könnte der Grundstein für die politische Wende im Bund gelegt werden

Die Union schießt sich weiter auf den neuen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz ein. Unions-Fraktionschef Volker Kauder warf den Sozialdemokraten am Samstag mit Blick auf die Landtagswahl im Saarland vor, sich unter Schulz immer mehr für Bündnisse mit der Linken zu öffnen. "Die Schulz-SPD scheint bereit zu sein, sich den Kommunisten an den Hals zu werfen", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

2013 habe sich die SPD noch gegen diese Option ausgesprochen. "Für die Macht scheint sie nun bereit, ihre Grundsätze zu opfern", meinte der CDU-Politiker.

Bei der Landtagswahl im Saarland an diesem Sonntag ist nach den Umfragen eine rot-rote Koalition im Bereich des Möglichen. Das sei ein Signal für Rot-Rot-Grün im Bund, sagte Kauder.

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Schulz: Rot-rotes Bündnis im Saarland bedeute "nichts" für den Bund

Dagegen sagte Schulz der "Bild am Sonntag", ein rot-rotes Bündnis an der Saar würde für den Bund "nichts" bedeuten. "Im Saarland gilt dasselbe wie im Bund: Wir wollen stärkste Partei werden. Wer danach mit uns regieren will, ist herzlich eingeladen, auf uns zuzukommen."

Auch der CSU-Europapolitiker Manfred Weber warnte bei "Focus Online", Schulz schließe Rot-Rot-Grün im Bund nicht aus. "Das wäre die Koalition der mutlosen Blockierer und Verhinderer. Mit Rot-Rot-Grün droht Deutschland wieder, zum kranken Mann Europas zu werden."

Schulz müsse endlich sagen, mit wem er im Fall eines Wahlsiegs gemeinsam regieren wolle. "Die Wähler werden eine Antwort auf die Frage verlangen, ob die Linken mit am Kabinettstisch sitzen werden, von denen man Teile durchaus als Kommunisten bezeichnen kann."

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(ll)